Goldhändler in Gießen wegen Steuerbetrug vor Gericht

Im Gericht des beschaulichen Gießen wird aktuell ein Fall eines Goldhändlers verhandelt, der den Staat um mindestens sechsstellige Steuerbeträge betrogen haben soll.

Im Jahr 2010 wurde durch einen 36jährigen aus Stauffenberg eine Goldhandelfirma begründet, die dieser aber nach 3 Monaten mangels ausreichender Gewinne wieder verkauft haben will. Die 2.Große Strafkammer in Gießen beschäftigt sich auf Antrag des Staatsanwalts mit den Vorgängen, bei denen mind. 300.000 Euro im Raum stehen.

Ein Geschäftspartner soll sie in Umsatzsteuermauscheleien hereingezogen haben. Staatsanwalt und Richterin Enders-Kunze versuchten „Licht ins Dunkel“ zu bringen, fanden bisher schon heraus, daß es sich bei den Geschäftspartnern im „großen Goldbusiness“ eher um Fliesenleger und Lkw-Fahrer gehandelt haben soll – statt um Vorstände und Geschäftsführer großer Goldhandelsfirmen, mit denen man vorgab, zu handeln. Nicht umsatzsteuerberechtigte Einzelpersonen hätten zu Unrecht Umsatzsteuer in Rechnung gestellt.

Der Richterin wird es in den noch verbleibenden Verhandlungstagen sicher gelingen, die Vorgänge noch etwas besser „auszuleuchten“

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Gießen ist der Hauptsitz u.a. der Goldhandelsaktivitäten rund um die Handelshäuser, die unter folgenden Marken auftreten: „Der Goldmann“, „Deutsche Goldbank“, „Deutsches Goldhaus“.