100 Jahre FED und kein bißchen weise…

Die US Notenbank FED, die im Dezember 1913 gegründet wurde, wird dieses Jahr 100 Jahre alt und ist offensichtlich von der Weisheit eines Hundertjährigen meilenweit entfernt.

Bereits vor 100 Jahren hatte J.P. Morgan versucht, Geld in die Märkte zu pumpen und damit die Finanzkrise zu besiegen. Es hat nicht dauerhaft funktioniert und dennoch probiert man es noch heute mit dieser Methode des John Piermont Morgan, einem bereits damals einflussreichen Wallstreet-Banker.

Die FED enstand 1913 unter der Zusammenarbeit verschiedener US-Banker, u.a. auch Paul Warburg, einem aus Deutschland stammenden Bankier: Die ganzen USA wurden in 12 Regionen aufgeteilt, für jede Region wurde eine regionale FED geschaffen, die von einem FED-Verwaltungsrat in Washington gesteuert werden sollten. Bereits damals hat aber die FED-Politik nicht funktioniert: Bereits Milton Friedman erklärte die FED zu einem der Hauptverantwortlichen der damaligen Weltwirtschaftskrise. Ben Bernanke, einer der letzten FED-Chefs bestätigte Anfang der 2000er-Jahre auf einer Geburtstagsfeier von Milton Friedman seine Aussage und gab ihm recht: Die FED hätte wesentliche Schuld an der damaligen Weltwirtschaftskrise gehabt.

Die FED hat in der Vergangenheit entweder zu viel oder zu wenig Liquidität in die Märkte gepumpt und damit Krisen ausgelöst oder verstärkt.

Erinnert werden darf an der Stelle an die FED-Politik Ende der Siebziger Jahre, als FED-Präsident Paul Volcker den Leitzins auf 20% anhob und damit die schwerste Rezession der USA nach dem zweiten Weltkrieg auslöste.

Aktuell macht die FED den umgekehrten Fehler: Sie flutet die Märkte mit Geld zu NULL Prozent oder knapp darüber, kauft für zweistellige Milliardenbeträge Anleihen vom Markt und stellt damit Banken und dem US-Staat Liquidität ohne Ende zur Verfügung. Die Ausweitung der Geldmenge wird über kurz oder lang zu enormen Problemen führen und sorgt auch dafür, daß der Staat seine Ausgaben nicht energisch genug bremst, da man ja Geld für 0% leihen kann.

100 Jahre FED und kein bißchen weise.

Bonmot am Rande: Die FED-Gründer aus dem Bankhaus Kuhn, Loeb & Co, sahen sich 1977 gezwungen, mit Lehman Brothers zu fusionieren, weshalb das neue Unternehmen zunächst „Lehman Borthers, Kuhn, Loeb Inc.“ hieß. Lehman Brothers beantragte im Jahr 2008 bekanntlich die Insolvenz.