Salzburger Goldhändler mit falschem „Goldgranulat“ um rund 75.000 Euro betrogen

Ein Salzburger Goldhändler hat jüngst eine besonders bittere Erfahrung gemacht: Ein Kunde, der angebliches Goldgranulat verkaufen wollte, kam in sein Geschäft und bot das Granulat zum Kauf an. Der Goldhändler aus Salzburg zog einige Granulatkörner als Probe, die er erst auf Echtheit testen müsse und vertröstete auf den nächsten Tag. Die Proben stellten sich als hochwertiges, echtes Gold heraus, wie eine Röntgenspektralanalyse ergab.

Am Folgetag erschien der vermeintliche Käufer wieder und wollte einen ganzen Sack Goldgranulat verkaufen, im Gewicht von rund 2,5 Kilogramm. Der Goldhändler wollte besonders vorsichtig sein und ließ sich einige Granulatstückchen geben, die sich nach einem Test abermals als echt herausstellten.

Daraufhin kaufte er den ganzen Beutel für 75.000 Euro an. Nach Aushändigung des Geldes mußte der mit ungarischem Akzent sprechende „Goldverkäufer“ allerdings plötzlich zu seiner Frau und verließ den Laden. Dies macht den Aufkäufer dann doch stutzig, sodaß er weitere Granulatstückchen testete, um festzustellen, daß nur die bisher getesteten Stücke echt und der ganze Rest im Plastikbeutel falsch ist.

Die per Polizeinotruf sofort alarmierte Polizei sucht nunmehr den Verkäufer und seine wohl elegant gekleidete Frau.

Tip der Redaktion: Gold- oder Silbergranulat ist nur schwer gesamthaft auf Echtheit zu testen, deswegen kaufen Anleger i.d.R. auch Goldmünzen, Goldbarren oder Silbermünzen/Silberbarren und kein Granulat.

Die Echtheit von Granulat kann man im Prinzip nur gesamthaft testen, indem man die gesamte Tranche einschmilzt und dann von dem dann homogenen Material eine Probe zur Analyse zieht.  Vermutlich hat sich der Goldhändler hier von dem möglichen Gewinn beim Weiterverkauf blenden lassen