Obamas Wiederwahl sorgt für steigenden Goldpreis

Präsident Obama ist in der Nacht zu heute als Präsident wiedergewählt worden. Formal sind zunächst erst einmal die Wahlmänner gewählt worden, die dann später den Präsidenten küren, aber mit der Wahl der Wahlmänner steht der Präsident faktisch fest.

Nachdem Ende letzter Woche aus Sorge um den Wahlausgang das der Goldkurs an der New Yorker Comex um 40$ gefallen ist und Gold erstmals seit 5.September wieder unter 1700$ notierte (1675,20$/oz), waren der Montag und Dienstag dieser Woche vom Wiederanstieg geprägt. Die Gold-Futures stiegen um mehr als 2%. Am Nachmittag des asiatischen Handels stiegen die Goldfutures bereits auf 1724$ an.

Letzte Woche Freitag war der Goldpreis noch gefallen, weil die Arbeitsmarktstatistik – was ein Zufall kurz vor der Wahl – leicht positiv ausfiel. Im Nicht-Landwirtschaftsbereich hatte es 171.000 Stellen mehr gegeben, – statt erwarteter 125.000. Das hatten Finanzanleger dahingehend gedeutet, daß nunmehr die FED weniger Geld in die Märkte pumpen werde und die Zinsen steigen könnten, was Gold unattraktiver machen könnte.

Allerdings hatten diese Spekulanten aus dem Focus verloren, daß die Probleme der USA so groß sind, daß sie so schnell sicher nicht gelöst werden können…und damit die FED die Zinsen noch eine ganze Weile unten lassen muss. Ansonsten könnte die Regierung auch die Zinsen für die eigenen Schulden gar nicht mehr aufbringen…

Auch bei den vergangenen Wahlen konnte beobachtet werden, daß kurz vor der Wahl irgendeine regierungsnahe Organisation wahlkampfunterstützend gute Nachrichten verbreitete, womit der Bonus des Amtsinhabers jeweils unterstützt wurde.

Es gibt aber auch fundamental gute Daten für Gold: Chinas Goldnachfrage im September ist um 23% gestiegen (ggü. Vorjahr), auch die Goldimporte von Hong Kong nach China nahmen auf 581.848 Kilogramm und damit mehr als das doppelte Volumen zu.