Goldrausch auch im elften Jahr…

Gold steigt nunmehr im elften Jahr in Folge. Die jüngste FED-Veröffentlichung, daß in USA die Zinsen bis 2014 auf niedrigem Niveau bleiben sollen, hat eine neue Kaufwelle bei Gold ausgelöst. Man kauft lieber Gold und hat pro Jahr 10% Wertsteigerung als NULL bis 2 % Zinsen pro Jahr für eine Einlage bei einer Bank zu bekommen, wo man im Zweifel gar nicht weiß, ob die Bank in einem Jahr noch zahlungsfähig ist.

Das größte Risiko für den Goldpreis ist immer, daß man bei einer Bank alternativ einen extrem hohen Zinssatz bekommt. Wer von einer Bank 9 oder 10% Zinsen pro Jahr bekommt und es ist sicher, daß die Bank das auch zahlt (und auch das Kapital zurück…) , dann wird so manch ein Anleger die Bankanlage bevorzugen. Aktuell zahlen Banken aber nur Niedrigstzinsen, wenn überhaupt… und bei vielen Banken dürfte die Eigenkapitalausstattung fragwürdig sein und die Risiken in den Bilanz enorm.

Ergo hat der Anleger die Alternative, bei einer Bank zu wenig Zinsen das Geld anzulegen UND das Risiko zu tragen, daß die Bank evtl. am Laufzeitende der Geldanlage gar nicht in der Lage ist, zurück zu zahlen oder er legt in Gold und Silber an und hatte damit zumindestens in den letzten Jahren im Schnitt mindestens 10% Wertsteigerung pro Jahr.

Praktisch alle großen Banken wie UBS, Societe General, Morgan Stanley etc. sehen den Goldpreis in Zukunft deutlich höher als jetzt, i.d.R. sind die Vorhersagen bei deutlich über 2000$/oz. Bei einem aktuellen Goldpreis von 1725$/oz, respektive 1312 Euro/oz sind das beruhigende Aussichten, die auch deutsche Käufer gerne zugreifen lassen. Zum Vergleich: Im Jahr 2001 war der Goldpreis noch bei 270$/oz

Dabei ist es zweitrangig, ob Goldmünzen wie Krügerrand, Maple Leaf oder Wiener Philharmoniker gekauft werden oder Goldbarren, – Hauptsache: Man investiert überhaupt in Gold und ist drin, wenn es nach oben geht. Wegen der Fälschungssicherheit werden von deutschen Anlegern zunehmend die sogenannten Bullionmünzen (Anlagemünzen) statt Barren gekauft.

Gold wird zunehmend auch von Zentralbanken gekauft, die früher als Nettoverkäufer auftraten. Mittlerweile überragen die Käufe von Zentralbanken in Sachen Gold aber die Verkäufe.

Münzen sind deutlich schwerer zu fälschen als Goldbarren und nicht jeder Anleger hat ein Goldprüfgerät, um Gold sofort auf Echtheit zu testen. Im Krisenfall werden daher auch am Zweitmarkt vermutlich Goldmünzen eher akzeptiert werden als Goldbarren.