Deutsche Rentner sollen jetzt den Griechen helfen

In Griechenland geht und geht es nicht so richtig voran. Die nächste Tranche des Hilfsprogramms in Höhe von 31 Milliarden Euro wird dringend benötigt, – auch wenn sich in Griechenland immer neue Milliardenlöcher auftun und die Umstrukturierungs- und Sparprogramme alle nicht richtig greifen.

Geht es nach dem Internationalen Währungsfonds, sollen jetzt deutsche Rentner nach Griechenland geschickt werden, die dort in den Behörden nach dem Rechten sehen sollen und z.B. griechischen Steuerfahndern erklären sollen, wie man die Arbeit macht.

Auch Pensionäre aus Gemeindeverwaltungen und Behörden sollen nach Griechenland geschickt werden, um dort beim Aufbau effizienter Verwaltungen zu helfen und für korruptionsfreie Abläufe zu sorgen.

Der IWF berücksichtigt dabei aber offensichtlich nicht, daß es bereits ähnliche Programme gibt, die von den Griechen aber entweder abgelehnt oder blockiert werden.

Seit Ende 2011 existiert beispielsweise ein Taskforce von knapp 200 Steuerfachleuten, die nach Griechenland gehen sollen, um dort die Finanzverwaltung auf Vordermann zu bringen. Die Griechen haben aber bislang noch keine 10 von diesen in die Behörden gelassen. Und die, die da waren, mussten teilweise nach 2-3 Tagen wieder abreisen.

Ob sich der IWF so Milliarden-Mehreinnahmen verspricht?

 

Hier hat offensichtlich wieder ein praxisferner Papiertiger eine ganz tolle Idee gehabt, die nur einen bescheidenen Nachteil hat: In der Praxis funktioniert sie nicht.