Deutsche Bundesanleihen nur schwer verkäuflich – Eurokrise sei Dank

Die am Mittwoch ausgelaufene Auktion deutscher Staatsanleihen ist nicht zur Zufriedenheit des Finanzministeriums abgelaufen. Eigentlich wollte man mit der Platzierung 10jähriger Bundesanleihen 5 Milliarden Euro einnehmen, – es liessen sich allerdings nur 3,61 Milliarden Euro verkaufen, – für den Rest waren schlichtweg keine Käufer zu annehmbaren Konditionen am Markt.

Während bei der letzten Versteigerung von Staatsanleihen am 8. August noch eine 1,8fache Überzeichnung stattfand, also deutlich mehr Käufer als Angebot da war, – gab es diesmal nur eine rechnerische Überzeichnung von lediglich 1,1.

Die Verzinsung der jüngst begebenen Staatsanleihen (10 Jahre) lag bei 1,5%, – zusammen mit dem Kaufpreis ergibt sich eine Rendite von nur 1,42% p.a.

Das Interesse für deutsche Staatsanleihen hat also deutlich nachgelassen. Begründet wird dies mit der für heute anstehenden EZB-Sitzung, von der erwartet wird, daß der EZB-Präsident Draghi sich mit seinem Aufkaufprogramm für kränkelnde Staatsanleihen durchsetzen wird.

Wer sich mitten in der Eurokrise für 10 Jahre zu 1,42% festlegt, muß sich angesichts eines in den letzten Jahren stetig gestiegenen Goldpreises ohnehin fragen, ob das denn wohl eine vernünftige Anlage ist, oder ob ein Investment in Goldmünzen oder Goldbarren bei weiter steigenden Goldpreis in Euro sinnvoller sein könnte…