Auch Zypern und Italien unter den Rettungsschirm ? Wer folgt Spanien als Nächster?

Spanien hat es lange Zeit bestritten. Dass es unter den Euro-Rettungsschirm muß. Genau wie Griechenland. Letztes Wochenende konnte Spanien nicht mehr anders, bekam nicht mehr ausreichend Geld, um auch nur alte Schulden zurückzahlen zu können und rief um Hilfe. Die anderen EU-Staaten sollen helfen.

Es war abzusehen. Nur eine Frage der Zeit.

Doch wer kommt als Nächstes?

Experten rechnen damit, daß als nächstes Zypern unter den Rettungsschirm schlüpft, evtl. sogar noch diese Woche. Der Finanzminister Zyperns äußerte am heutigen Montag, daß sein Land „dringend“ Hilfe von außen benötige. „Dringend, sehr dringend“ formulierte er wörtlich. Deutlicher geht es wohl nicht.

Nach Griechenland, Portugal, Irland und Spanien wäre Zypern dann das fünfte Euroland, welches unter den Euro-Rettungsschirm schlüpft.

Auch Zypern hatte bis vor kurzem noch geäußert, man habe die Probleme im Griff und brauche keine Hilfe von außen. Das hörte sich heute schon ganz anders an.

Alleine die Laiki-Bank in Zypern dürfte rund 2 Milliarden Euro an Hilfe benötigen, – eine Größenordnung, die für die kleine Insel wohl kaum alleine zu stemmen sein dürfte.

Das griechische Haushaltsdefizit wird voraussichtlich 10% oder mehr betragen

Wer kommt nach Zypern?

Als nächstes Land nach Zypern dürften die Analysten Italien auf dem Schirm haben:

Italien ist hoch verschuldet, das Bruttoinlandsprodukt fällt, es wird im Land kein Geld mehr ausgegeben. Die Wirtschaft wird in 2012 in Italien voraussichtlich um über 1% fallen, die EU-Kommission schätzt den Rückgang auf voraussichtliche 1,4%.

Wie Griechenland, Spanien, Portugal und Irland behauptet auch Italien, daß es keine Hilfe brauche und alles „bestens“ sei, man habe die Probleme im Griff und brauche keine Hilfe von außen.

Analysten halten das für nahezu unmöglich. Italien ist mit 123,5% der Wirtschaftsleistung verschuldet, die Arbeitslosigkeit ist kurz unter 10%.

Italien muß aktuell knapp unter 6% für zehnjährige Staatsanleihen berappen, – ein Niveau, was dem Staat auf Dauer den Hals brechen dürfte.

Unsere Prognose daher: Nächster Kandidat für den Rettungsschirm: Zypern, dann Italien.

Ob sich die Probleme der Schuldenstaaten durch das stetige Immer-mehr-Inverkehrbringen von Euro-Banknoten lösen lässt, darf bezweifelt werden. Dies hat mit Reichsmark und US-Dollar schon nicht funktioniert und wird auch mit Euros nicht funktionieren.

Die Investoren, die sich durch den Kauf von Goldmünzen oder Silbermünzen gegen die Inflation und den Wertverlust von Eurokonten schützen, dürften auf der sichereren Seite sein.Ein seit ca. 10 Jahren steigender Goldpreis gibt Ihnen Recht.

Aktuell beträgt der Goldpreis in Euro 1278 Euro/oz, – in US$: 1598 $/oz