Sprossen statt Gurken unter EHEC-Verdacht

Spanische oder norddeutsche Gurken sind wohl ebenso wenig die EHEC-Auslöser wie Tomaten. Nach einer Presseinformation der Landesregierung in Hannover scheint man nun den Auslöser in Sprossen von einem Biohof in Niedersachsen gefunden zu haben.

Zumindestens hat dieser Sprossenlieferant wohl nahezu alle ausgewerteten Restaurants und Küchen direkt oder indirekt beliefert, – hier findet sich die größte gemeinsame Schnittmenge. Man hat wohl mittlerweile auch bei einer Mitarbeiterin, die mit den Sprossen Umgang hatte, EHEC nachgewiesen.

Vor einigen Jahren gab es in Asien eine EHEC-Epedimie, die auch auf Sprossen zurückzuführen war, insoweit schließt sich der Kreis.

18 diverse Sprossenmischungen stehen unter Verdacht, die Keimbelastung aktueller Chargen wird aktuell überprüft, der Warenrückruf ist bereits im Gange. Ob der Betrieb aus Uelzen tatsächlich die Quelle für die EHEC-Erreger ist, werden die Labortests beweisen, deren Ergebnis für den heutigen Tag erwartet wird.

Dem Geschäftsführer des Betriebs „Gärtnerhof Bienenbüttel“, Klaus Verbeck ist der Vorwurf ein Rätsel, da in seinem Betrieb überhaupt nicht mit tierischem Dung gedüngt werde. Noch nicht einmal Hornmehl verwende man dort.

Der Gärtnerhof Bienenbüttel betreibt die Sprossenproduktion seit 25 Jahren, – zuletzt wurde im Januar und Mai auf E.-coli-Bakterien getestet, – beanstandungsfrei.

Wohl aber werden die Sprossen untr 38% warmen Wasserdampf, ein idealer Nährboden auch für Bakterien, groß gezogen, – was allerdings seit Jahren so geschehe.

Auch ausländische Sprossenlieferungen stehen in Verdacht, der Auslöser zu sein.