Schäuble schreibt Briefe aus Angst vor Staatsbankrott Griechenlands

Finanzminister Schäuble sieht den ersten ungeordneten Staatsbankrott in der Eurozone und zwar in Griechenland kommen und schreibt daher Briefe an potentielle Geldgeber, doch ein Erbarmen mit den armen Griechen zu haben.

Eine „Rückkehr der Griechen an den Kapitalmarkt im Jahr 2012, wie im laufenden Programm geplant, scheint mehr als unrealistisch“.

Das Volumen des jetzigen Programms dürfte nicht ausreichen, Griechenlands Bedürfnisse zu decken.

Wenn Griechenland nicht bis Mitte Juli Geld ausgezahlt bekomme, sieht er die Gefahr des Staatsbankrottes mit negativen Folgen für alle Euroländer.

Daher hat Schäuble auch den EZB-Präsidenten Trichet angeschrieben, der bislang als Gegner einer Umschuldung in Griechenland gilt.

Genau das möchte Schäuble erreichen: Das beispielsweise die Gläubiger Griechenlands, die Staatsanleihen besitzen, SIEBEN JAHRE LÄNGER auf Ihre Rückzahlung warten. Zwangsweise.

Damit wird das angestrebt, was lange von allen Beteiligten vehement bestritten wurde: Eine Umschuldung Griechenlands, d.h. wer denen Geld geliehen hat, kriegt es entweder später, nur zu einem Teil oder gar nicht wieder.

Gesucht wird noch der Prophet, der weiß, wie es um Griechenland in sieben Jahren steht. Die letzten 2000 Jahre lebte es sich in diesem Mittelmeerstaat recht mediterran, … Silicon Valley sucht man in Athen vergebens, ebenso den steuerehrlichen Millionär. Stattdessen gibt es offensichtlich TAUSENDE Rentner, die seit Jahren tot sind, aber noch Rente kassieren. Ein System, was über Jahrhunderte sich so verfestigt hat, wird man auch in sieben Jahren nicht gänzlich umkrempeln.

Hätten die Griechen im vergangenen Jahr den Ernst der Lage erkannt, hätte Schäuble jetzt sicher nicht alle seine Finanzminister-Kollegen und die EZB in einem warnenden Brief angeschrieben.