JP Morgan – Derivate-Riese & Investoren: „Silber ist wieder Geld!“

Liebe Leser,

wie aus dem aktuellen Bericht des OCC, des „Office of the Comptroller of the Currency“ (amerikanische Bankenaufsicht), hervorgeht, hielten US-Banken zum Jahresende 2010 Wettscheine auf den Goldpreis (Derivate) in Gesamthöhe von 192 Milliarden US-Dollar. Mit einem Anteil von 85% hält JP Morgan-Chase weiterhin den Löwenanteil dieser Wettscheine.

Aus dem Bericht geht hervor, dass JP Morgan-Chase und weitere US-Geschäftsbanken im Vergleich zum Dritten Quartal 2010 ihren Bestand an Wettscheinen (Derivaten) auf den Goldpreis im Vierten Quartal 2010 um 14,5% erhöht haben.

85% aller Derivate auf den Goldpreis – Wert von ungefähr 163,8 Milliarden US-Dollar – hält JP Morgan-Chase. Im Dritten Quartal 2010 besaß JPM Derivate für „nur“ 98,90 Milliarden USD, ein Plus von 65% vom dritten zum vierten Quartal 2010.

Auch im Silbermarkt soll JPM sehr stark investiert sein. Unbestätigten Berichten zufolge soll JPM 35% des gesamten Silbermarktes kontrollieren. JPM soll allerdings auch hier den Großteil nur als Derivat haben.

Da kann Ihnen eine Entwicklung, wie sie gerade läuft, nicht Recht sein. Denn Silber rückt immer mehr in den Fokus von Kleinanlegern, die sich einen „Sicheren Hafen“ suchen und Silber für sich entdecken. Sie würden Silber wieder als eine Art Geld bzw. Währung wahrnehmen. Dies bestätigte der Silber-Fonds Anbieter ETF Securities. William Rhind, Strategic Director bei ETF Securities sagte gegenüber „Market Watch“: „Silber wird von Investoren wieder als eine Form von Geld geschätzt. Das habe ich von Kunden mit denen wir zu tun haben eine ganze Zeit lang nicht gehört. Das ist eine Veränderung in der Denkweise.“ Und er fügte hinzu: „Silber wurde lange Zeit als Industriemetall angesehen. Und als solches kam es vor allem für Investoren in Frage, die von der industriellen Entwicklung profitieren wollten. Silber wird nun wie Gold auch als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten genutzt.“

Rhind geht davon aus, dass Silber und Gold auch im Falle einer Zinserhöhung durch die Zentralbanken weiter gefragt bleibt, weil Staatsanleihen aufgrund fallender Kurse gegenüber Edelmetallen weniger attraktiv sein werden.

J. vom 321GoldundSilberShop