Ein „bißchen“ Kernschmelze – Fukushima wird zur Katastrophe

Die Betreiberfirma Tepco des japanischen Kernkraftwerks scheint die Weltmeisterschaft im Relativieren gewinnen zu wollen. Nachdem zunächst davon die Rede war, daß die Radioaktivät 10 Mio mal höher als die Grenzwerte seien, konnte man „beruhigen“, daß es „nur“ um eine hundertausendfache Überschreitung gehe.

Ob da der Leiter der Firma Tepco wohl sein Nachtlager aufschlagen möchte?

Jüngster Pressearbeits-Coup ist der Bericht von „ein bißchen“ Kernschmelze, die Brennstäbe seien „vorrübergehend“ geschmolzen. Man „glaube“, daß der Prozess gestoppt sei.

Sicher ist man da aber offensichtlich nicht. Sicher ist nur, daß die Umgebung des Kraftwerks immer radioaktiver wird, genauso wie das Meer. Greenpeace sendet jetzt eigene Experten nach Japan, die vor Ort unabhängig und neutral die Radioaktivät messen werden, allerdings nicht direkt am Reaktor, – weil sich niemand der Greenpeace-Aktivisten selber umbringen möchte.

In mehreren Wasserschächten, die sich außerhalb der Gebäude des Reaktors befinden, konnte man jetzt schon radioaktives Wasser feststellen, mit 1000 Millisievert pro Stunde verseucht.

In Russland hatte man seinerzeit hunderte und tausende Soldaten mit den Aufräumarbeiten betraut. Nahezu alle Soldaten, die vor Ort waren, sind innerhalb kurzer Zeit verstorben oder schwer erkrankt. Ein Kamikaze-Flugauftrag dürfte der schönere Tod sein. Bisher seien „nur“ 19 Arbeiter bei der Rettungsaktion verstrahlt.