Griechen ziehen Geld aus Banken-Stabilisierungsfonds ab, um Gehälter zu zahlen

Der Grieche kommt zu spät und improvisiert in letzter Sekunde dann doch noch,- so lautet das Vorurteil gegenüber Griechen. Der griechische Finanzminister Venizelo bemüht sich nach Kräften, dieses Vorurteil zu unterstreichen. Hat er doch in den letzten Tagen kaum einen Tag vergehen lassen, wo er nicht bekräftigte, daß Griechenland total pleite sei, wenn nicht bis Mitte Oktober weitere Hilfsgelder fliessen, so verkündete er heute stolz, daß er nochmal 1,5 Milliarden aus dem Strumpf gezaubert habe und zwar hat er Gelder aus dem Bankenstabilisierungsfonds abgezogen, die dort seit 2008 für den Falle eines Bankenzusammenbruchs parkten. Damit könne er jetzt Gehälter und Löhne für Staatsbedienstete bis November bezahlen.

Die EU-Partner werden ihn sicher bitten, doch noch einmal zu schauen, ob er denn nicht noch einen Sparstrumpf findet, wo er selber reingreifen kann.

Wenn aus solchen Sondertöpfen Gelder zusammengekratzt werden, um noch Gehälter zahlen zu können, mag man aber auch ablesen, daß Griechenland in den letzten Zügen liegt, – kurz vor dem Exitus.