Griechen räumen ihre Konten leer – aus Angst vor dem Ende des Euros

Noch nie zuvor haben die Griechen soviel Geld von der Bank abgeholt wie in den letzten 3 Monaten. Die Griechen räumen ihre Konten oft bis auf den letzten Euro leer. Von September bis November wurden über 20 Milliarden Euro von den griechischen Sparkonten und Festgeldern abgehoben, gab die griechische Zentralbank bekannt. Damit wird den Banken auch Liquidität entzogen, die sie bräuchten, um Firmen Kredite zu geben.

Der griechische Bürger hat Angst davor, morgens aufzuwachen und im Radio zu hören, daß sein Euro-Guthaben im Verhältnis eins zu irgendwas auf eine neue Währung xyz umgestellt wird. Wobei das ein Glücksfall wäre. Es könnte auch sein, daß es wie bei den Deutschen nach dem 2.Weltkrieg heißt: Jeder bekommt 40 Neue Drachmen und die Altbestände an Euros werden wertlos. Davor grassiert in Griechenland die Angst und deswegen heben Griechen Geldeingänge mittlerweile oft sofort wieder vom Konto ab und wandeln diese in Sachwerte um. Kaufen sich Güter des täglichen Lebens, legen sich Lebensmittelvorräte zu oder wandeln ihre Euros in Gold und Silber um.

Die Spar- und Termineinlagen der Griechen betrugen Anfang 2010 noch rund 238 Milliarden Euro, mittlerweile weist die Zentralbank über 70 Milliarden Euro weniger aus.

Das Land blutet langsam aus. Einige Griechen schaffen auch Gelder ins Ausland,- die Schweiz und Bulgarien sind die beliebtesten Ziele in dieser Hinsicht für den Griechen.

Und dann sind da noch die Griechen, die die Gelder nicht außer Landes bringen wollen, sondern wegen Arbeitslosigkeit oder Auftragsmangel ihr Erspartes von der Bank schlichtweg aufbrauchen müssen.

Nur noch eine Frage der Zeit, bis ein solches System vollends kollabiert.