Goldreserven des Iran und Libyens: Mehrere Hundert Tonnen Gold!

Liebe Leser,

zum Wochenbeginn haben wir sehr interessante und gleichzeitig beängstigende Meldungen über die Goldbestände in Libyen und im Iran gefunden.

So meldet Spiegel-Online unter Berufung auf die „Financial Times“,dass die libysche Zentralbank einen Goldschatz von ungefähr 144 Tonnen lagert, der dem direkten Zugriff von (Noch-)Staatschef Muammar al-Gaddafi unterliegt. Der Nutzen der Einfrierung von Gaddafi’s Konten darf angesichts des Goldschatzes im Land, der mehrere Millarden US-Dollar wert ist, angezweifelt werden. Das Einfrieren der Geld kann damit vorerst als wirkungslos angesehen werden.

Das „Einsatzgebiet“ für Gaddafi’s Goldschatz dürfte aufgrund der Zustände in Libyen eigentlich jedem klar sein. Noch zählt Libyen mit seinem staatlichen Goldschatz den Top 25 größten Gold besitzenden Staaten an. Bezahlt Gaddafi aber weiterhin Söldner, könnte sich dies eventuell bald ändern.

Auch der Iran unter Mahmud Ahmadinedschad gehört zur weltweiten Spitzengruppe was den eigenen Goldschatz betrifft. Seit 1996, als die letzten offiziellen Zahlen zu den Goldreserven des Iran veröffentlicht wurden und die Goldreserven noch knapp 170 Tonnen Gold umfassten, hat sich bei den Reserven des Iran einiges verändert. In den letzten Jahren hat der Iran offensichtlich sukzessive seine US-Dollar-Reserven gegen Gold eingetauscht, um auf eine potentiellen Einfrierung des Dollar-Vermögens vorbereitet zu sein. „Wir wissen von bedeutenden Anstrengungen des Iran, Gold zu kaufen„, bestätigte Andrew Bailey, lange Jahre ein Top-Manager bei der Bank of England, der Financial Times. Den Original-Artikel in englischer Sprache, kann man unter HIER nachlesen.

Aktuelle Informationen zu den Goldreserven weiterer Staaten Nordafrikas sind derzeit kaum verfügbar. Es ist auch noch nicht bekannt, wieviel Prozent die 1,5 Tonnen Gold von den gesamten Goldreserven Tunesiens ausmachen, mit denen der Ex-Präsident Tunesiens und seine Familie geflohen sind. Vielleicht wird in naher Zukunft ja etwas mehr Licht in die „dunklen Schatzkammern“ Nordafrikas gebracht.

Wir bleiben natürlich weiter am Ball.

(Quelle: goldreporter.de, ft.com, spiegel.de)