Deutsche Bank und Unicredit Tochter HVB kündigen amerikanischen Kunden die Konten

Das Risiko auf kostspielige Prozesse und immer härter werdende Meldepflichten vermiesen der Deutschen Bank und der HVB (ehemalige HypoVereinsbank) die Lust auf amerikanische Kunden mit Wohnsitz in Europa. Die Deutsche Bank kündigt bereits seit Sommer solchen Kunden die Konten, – die HVB zieht jetzt nach.

Beide Banken geben an, daß der bürokratische Aufwand, der mit solchen Konten verbunden sei, in keinem Verhältnis zum Ertrag stehe und ihnen daher nicht zugemutet werden kann, an einer Kontoverbindung festzuhalten.

Mehrere tausend Depotbesitzer hatten bisher das Glück, solche Post von Deutsche Bank oder HVB zu erhalten. Nicht gekündigt wurde den Amerikanern, die nur ein Konto oder Sparbuch unterhielten. Depotbesitzer konnten sich jedoch relativ sicher sein, zur Kündigungszielgruppe zu gehören.

Die deutschen Bank sollen bei US-Staatsbürgern den US Behörden genaue Meldungen zu Gewinnen und Verlusten im Depot erstatten, – genau das erträumt sich Finanzminister Schäuble von Schweizer Banken und deutschen Kunden dort, – bekommt er aber nicht.

Mit dieser Gängelung erreichen amerikanische Behörden, daß die Vermögen der Amerikaner in USA verbleiben und nicht in Europa angelegt werden. Auch Schweizer Banken ziehen sich aus dem Geschäft mit Amerikanern in der Schweiz zurück.

Wie es der Zufall will, entfallen die komplizierten Meldepflichten, wenn der Amerikaner ein Depot bei der Credit Suisse in New York oder der Deutschen Bank in New York unterhält.

Wie es der Zufall will, kann man so natürlich auch nebenbei erreichen, daß die Amerikaner eher im Dollar als in Euro oder Schweizer Franken anlegen.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.