Banken und Versicherungen trennen sich von Griechenland-Anleihen

Tiefes Mißtrauen scheinen Banken und Versicherungen in Griechenland zu setzen… deutsche Banken reduzierten in den vergangenen 12 Monaten ihre Griechenland-Positionen um rund 4 Milliarden Euro auf ca. 10,3 Milliarden Euro. Zusätzlich gliederte die Hypo Real Estate 2 Milliarden Euro an Griechenlandanleihen an eine Bad Bank aus. Auch die deutschen Versicherungen reduzierten die Griechenland-Investments von 5,8 Milliarden Euro auf 2,8 Milliarden Euro.

Offensichtlich geht man vom Risiko eines Totalausfalls oder eines weiteren Kursverfalls aus, – sonst würden die Verkäufe ökonomisch keinen Sinn machen.

Bemerkenswert ist dieser Griechenland-Abbau insbesondere deshalb, weil noch im Frühjahr 2010 der Deutsche Bank Chef Josef Ackermann zusammen mit DZ Bank Chef Wolfgang Kirsch geäußert hatten, man werde in der deutschen Kreditwirtschaft die griechischen Staatsanleihen weiter halten, um Griechenland zu unterstützen.

Getreu dem Adenauer-Spruch „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“ scheint man mittlerweile zu neuen Erkenntnissen gekommen zu sein.

Damit dürfte jetzt die EU und auch die EZB der größte Gläubiger Griechenlands sein und damit letztendlich auch der deutsche Steuerzahler. Banken und Versicherungen haben ihren Müll wieder bei den deutschen Steuerzahlern abgeladen.