9 Karat Gold (375er Feingehalt) Goldpreis 375 pro Gramm in verschiedenen Währungen

9 Karat Gold 375er Goldpreis

375er Gold wird traditionell auch als Gold mit 9 Karat bezeichnet. Jedoch ist die Promilleangabe inzwischen üblicher.

Bei 375er Gold handelt es sich um eine Goldlegierung zusammen mit anderen Metallen. Verwendet werden hierfür üblicherweise Kupfer oder Silber.

Aber auch andere Edelmetalle, wie Palladium, Rhodium, Platin und Iridium können beigemischt sein. Je nach Anteil der Legierungsmetalle erscheint das 375er Gold, das häufig zur Schmuckherstellung eingesetzt wird, in einem anderen Farbton.

So erscheint es bei einem hohen Kupferanteil rötlicher, wenn aber mehr Silber enthalten ist, zeigt sich der Farbton heller. Deshalb werden die Legierungen je nach Färbung auch als Weißgold, Rotgold, oder Gelbgold bezeichnet.

Im Einzelnen gibt es folgende Bezeichnungen:

375er Gelbgold 9 Karat

375er Gelbgold 9 Karat besteht außer dem Goldanteil von 37,5 % aus Kupfer und Silber. Das Silber verleiht ihm einen helleren Farbton.

375er Rotgold 9 Karat

375er Rotgold 9 Karat hat außer dem Goldanteil vor allem Kupfer in der Legierung und ist deshalb rotfarbig.

375er Weißgold 9 Karat

375er Weißgold 9 Karat enthält außer dem Anteil von 37,5 % Gold auch Silber sowie Palladium und Nickel. Der Farbton ist deshalb heller und spielt ins Silbrige.

Bei allen Sorten kann der Goldschmied den Härtegrad und den Farbton durch die Zusammensetzung der Legierung nach seinen Absichten variieren.

Bei der Punzierung, wo bei es sich um einen Stempel handelt, der den Feingehalt aufweist, wird jedoch nur der jeweilige Goldanteil, also „375“ angegeben.

Schmuckherstellung mit 375er Gold

Interessant zu wissen: Nach einer neuen EU-Richtlinie dürfen Gegenstände aus 333er Gold nicht mehr Goldschmuck genannt werden, sondern werden als goldhaltiges Metall bezeichnet. Erst Stücke mit 375 Promille werden nach dieser Richtlinie als Goldschmuck bezeichnet. Die Schmuckherstellung ist auch der hauptsächliche Verwendungszweck von 375er Gold.

Anlagemünzen oder Goldbarren werden nicht aus 375er Gold hergestellt.

Ein Problem bei Schmuck aus 375er Gold ist es, dass der Schmuck anläuft, da die Reinheit des Goldes zu gering ist, um dies zu verhindern. So kann sich eine grünliche oder braune Verfärbung ergeben. Gold dieses Reinheitsgrades ist auch gegen Säuren nicht unempfindlich und kann durch diese zersetzt werden.

Bei der Herstellung von Schmuck hat die Verwendung von 375er Gold jedoch einige Vorteile: die Legierung macht es kratzfester und beständiger als Schmuckstücke mit einem höheren Goldanteil. Beliebt ist es auch bei der Einfassung von Edelsteinen, bei der dann etwa die Schmuckkette aus 9 Karat Gold nur den Hintergrund für die edlen Steine abgibt.

Attraktiv ist Schmuck aus 375er Gold auch bei jungen und daher oft weniger wohlhabenden Käufern als Basis für bürgerlichen Schmuck wie Eheringe. Bei Ringen ist es auch angenehm, dass sich 375er Gold dem Finger besser anpasst.