GOLDREPORT

Silber Fakten

Silber Ag

Silber Eigenschaften

Silber-Symbol

Das chemische Elementsymbol für Silber ist Ag (es leitet sich ab von der lateinischen Bezeichnung für Silber: Argentum)

Bezeichnung von Silber

Der Name Silber kommt vom germanische Wort „silubra“ und dem althochdeutschen „silabar“. Das Land Argentinien hat seinen Namen vom lateinischen Wort für Silber = Argentum.

Dichte von Silber

Silber hat eine Dichte von 10,49 g/cm3 und gehört somit zu den Schwermetallen.

Schmelzpunkt von Silber

Der Schmelzpunkt von Silber ist bei 961,78 Grad Celsius (1234,93 Kelvin).

Siedepunkt von Silber

Der Siedepunkt von Silber ist bei 2162 °C (2435 Kelvin).

Elektrische Leitfähigkeit

Silber hat die größte thermische Leitfähigkeit aller Metalle und die größte elektrische Leitfähigkeit aller Elemente. Es ist relativ weich und formbar.

Weitere Eigenschaften von Silber

  • hohe Dehnbarkeit
  • hohe Lichtempfindlichkeit
  • ein sehr hohes Reflektionsvermögen
  • höchste Wärmeleitung
  • gute Schmierbarkeit

Silber Verwendungszwecke und Anwendung bei Herstellung

  • Glasscheiben
  • Spiegeln
  • Katalysatoren
  • Solaranlagen
  • Kühlschränken
  • Wasseraufbereitung
  • Batterien
  • Plasmabildschirmen
  • Musikinstrumenten
  • Tafelsilber
  • Bestecken
  • sakrale Gegenstände
  • Medizintechnik (antibakterielle Wirkung)
  • Silberbeschichtungen bei endoskopischen Geräten
  • Silberhaltige Wundauflagen/Salben
  • Silberlegierung in der Zahntechnik
  • Schmuck und Münzen
  • Antibiotika
  • Kolloidales Silber
  • Automobilbau (1 Unze Silber je Auto)
  • Fotografie

Silber Vorkommen

Die wichtigsten Silberminen liegen heute in Mexiko, Peru, China, Australien und den USA. Seit 1933 wird in Deutschland kein Silber mehr gefördert.

Silber Lagerbestände

Eine genaue Anzahl aller Silber Lagerbestände ist nicht bekannt

Die offiziellen Lagerbestände von Silber werden an der Warenterminbörse Comex festgelegt. Diese werden wöchenentlich angegeben.

Silber Verfügbarkeit

Die Verfügbarkeit von Silber (durch Silberförderung) soll nach Schätzungen bei weniger als 14 Unze je Mensch und bei Gold bei weniger als 1 Unze liegen.

Der gesamte Silbermarkt an der Börse ist mit ca. 17 Milliarden Dollar bewertet.

Das Verhältnis von Papier-Silber (Derivate) und physisch vorhandenem Silber liegt bei 1:100.

Das heißt, das an der Börse 100 mal mehr an Geld in Silber investiert wurde, als es reell vorhanden ist.

Silber Reserven

Silber Reinigung

Silber Reinigung Variante 1

Natrium- oder Kaliumhydrogencarbonat mit heißem Wasser, besser bekannt als Natron bzw. Soda.

Silber Reinigung Variante 2

Wer Silberbesteck hat, kennt den Effekt: Das Silber “läuft an”, es wird dunkel. Man benötigt gar kein spezielles Mittel, um das Silber wieder glänzend zu machen.

Alles was benötigt wird, ist eine Schüssel mit einer Aluminiumfolie. Fülle die Schüssel mit heißes Wasser und Salz und lass das Silber eine Weile in der Schüssel liegen.

Nach ein paar Stunden ist das Silber sauber, und die Aluminiumfolie löchrig.

Der schwarze Belag auf dem Silber ist Silbersulfid (Ag2S). Dieses entsteht durch den Kontakt mit der Luft, dabei haben die Silber-Atome Elektronen an die Schwefel-Atome abgegeben.

Um die Silbersulfid-Schicht zu entfernen, müssen den Silber-Ionen also Elektronen angeboten werden. Aluminium ist sehr unedel und gibt leicht Elektronen an die Silber-Ionen ab. Wenn man also beides gleichzeitig in die Lösung aus Wasser und Salz gibt, wandern Elektronen von der Alufolie zu den Silber-Ionen. Kommen dies bei den Silber-Ionen an, bilden sich wieder Silber-Atome und die Sulfid-Ionen gehen in Lösung. Das Silber wird also reduziert und braucht den negativ geladenen Bindungspartner Schwefel nun nicht mehr. Der Schwefel und das oxidierte Aluminium bleiben in der Lösung zurück.

3Ag2S(s) + 2Al(s) à 3Ag(s) + 3S2-(aq) + 2Al3+(aq)

Das warme Wasser und das Salz dienen nur dazu, die Reaktion zu beschleunigen. Theoretisch geht es auch mit kaltem Wasser und ohne Salz, dann dauert es aber deutlich länger, bis sich der schwarze Film auflöst.

Der Geruch nach faulen Eiern kommt von dem giftigen Gas Schwefelwasserstoff (H2S), das bei der Reaktion von H+-Ionen im Wasser mit den entstandenen Sulfid-Ionen entsteht.

S2-(aq) + 2H+(aq) à H2S(g)

Erläuterung

Für die schwarze Sicht ist Silbersulfid zuständig, das durch den Kontakt mit der Luft entsteht. Da das Silber bei dieser Reaktion Elektronen abgibt, spricht man davon, das das Silber oxidiert wird. Um diese Schicht zu entfernen, müssen also Elektronen angeboten werden, die die Verbindung zwischen Silber und Schwefel lösen.

Je unedler ein Metall ist, desto leichter gibt es Elektronen ab. Das machen wir uns bei diesem Trick zu nutze. Da Aluminium sehr unedel ist, gibt es viel leichter Elektronen ab, als das recht edle Silber.

Gibt man also beide Metalle gleichzeitig in eine Lösung wandern Elektronen vom Aluminium zum Silber, so entsteht eine geringe Spannung. Das Salz in der Lösung trennt sich in Ionen (geladene Teilchen) und erleichtert so den Transport der Elektronen.

Kommen die Elektronen am Silber an, trennt sich das Silber vom Schwefel und es entsteht wieder reines Silber. Genauer gesagt wird das Silber wieder reduziert und braucht daher den negativ geladenen Bindugspartner Schwefel nicht mehr.

Der Schwefel und das oxidierte Aluminium bleiben in der Lösung zurück. Da das Aluminium nicht beliebig viele Elektronen abgeben kann und die Lösung auch nicht beliebig viele der entstehenden Ionen aufnehmen kann, kommt diese Reaktion zum erliegen. Das heißt die Lösung ist verbraucht. Ist das der Fall, können sich die Ionen auch am Silber niederschlagen, was wieder zu unangenehmen Niederschlägen führt.

Das warme Wasser dient nur dazu, die Reaktion zu beschleunigen. Es geht auch mit kaltem Wasser, dann dauert es aber deutlich länger, bis sich der schwarze Film auflöst.

Category: Wissen
Tag: Ag Silber