GOLDREPORT

Euro Endspiel — Durch weitere Zinssenkungen ist Gold noch attraktiver geworden

Immer mehr verwirrende Signale erreichen die Anleger in den letzten Wochen! Einerseits halten die Börsen immer mal wieder den Atem an: Sobald eine Rede der Präsidentin der amerikanischen Notenbank Janet Yellen ansteht, entstehen Spekulationen über eine Zinssteigerung, die Aktienkurse schwanken erheblich. Andererseits wird die Entrechtung aller derjenigen Sparerinnen und Sparer vorangetrieben, die immer noch Geld in Zinsprodukte anlegen. Ein Bundes”wertpapier” mit einer Laufzeit bis zum 04.07.2027 (!) mit der Wertpapierkennnummer 113504 bringt eine Rendite - vor Transaktionskosten - von minus 0,02 %! Und das trotz eine Festlegung bzw. Zinsbindung von über 10 Jahren. Die Börsenkurse schwanken zwar leicht, aber auch die Neuemissionen rentieren bei den 10-jährigen praktisch bei Null.

EU Kollaps

Krisenzeichen beim Euro - Hat das Endspiel begonnen?

Die Gewöhnung der Anlegerinnen und Anleger an die angebliche “Niedrigzinsphase” hat sehr schleichend und langsam begonnen. Für die Meisten unmerklich sanken die Zinsen immer in kleinen Schritten, einige Sparkassen - wie die Stadtsparkasse München - zahlen selbst auf Tagesgelder überhaupt keine Zinsen mehr. Diese Zinsentwicklung ist aber nicht irgendwie vom Himmel gefallen, sondern ein Ergebnis einer sehr zielorientierten Politik:

In Europa gibt es eine riesige Geld- und Kaufkraftwanderung von den wenigen Nettozahler-Staaten hin zu etwa 24 Empfängerländern. Dieses Thema wird weitgehend tabuisiert! Wenn die englische Brexit-Kampagne von bisher 500 Milliarden Pfund spricht, die England an die EU bezahlt hätte, dann wird ein schmutziger Wahlkampf vorgeworfen. Obwohl doch nur Realitäten angesprochen werden.

Auch wenn einige Zahlenteile strittig sind, so ist die generelle Tendenz klar und auch nicht abzustreiten. Als Folge dieses massiven Kaufkrafttransfers - auch aus Deutschland hinaus - lahmen einige Volkswirtschaften Europas. Die Staatshaushalte sind so angespannt, dass die Staaten nicht einmal Zinsen auf die aufgenommenen Schulden bezahlen können. Hinzu kommt die Inszenierung der “Schuldenbremse”: Öffentliche Haushalte müssten demnächst de facto ohne Neuschulden auskommen.

Dieses “Nicht-Aufnehmen” neuer Kredite bedeutet zweierlei: Jegliche Zinssteigerung würde sofort die Gesamtrechnung der Staaten zerstören und ihnen ein Defizitüberschreitungsverfahren einbringen. Auf der anderen Seite stehen die viellen Milliarden Guthaben der Sparer, die nicht mehr verzinst werden. Damit wird der private Konsum insbesondere derjenigen abgewürgt, die die Zinsen ausgeben wollten.

Leicht verkürzt gesprochen fehlt damit auch die Nachfrage nach vielen Gütern und Dienstleistungen: Firmen scheuen vor Kapazitätserweiterungen zurück. Mangels guter Aussichten fällt es ihnen auch schwer, Unternehmensanleihen auszugeben. hier springt dann wieder die “rettende” EZB ein und kauft Unternehmensanleihen auf. Die Geldmenge erweitert sich, die Zinsen bleiben unten.

Sachwerte als Ausweg: Über Edelmetall wie Gold und Silber als Wertabsicherung

Jetzt könnte man durchaus auch einwenden, dass diese Sichtweise zu kritisch wäre und eine Einzelmeinung. Allerdings deutet die seriöse Tageszeitung die Welt in eine ähnliche Richtung. In einem beeindruckenden Artikel am 16. März 2016 beschrieb die Welt die erweiterten Gegenmaßnahmen, die Versicherer ergreifen: Die Münchner Rückversicherung bewahrt angesichts von Negativzinsen Bargeld in einem neu gebauten Tresor auf, zusätzlich sichert sich die Münchner Rück auch durch einen Goldbestand ab Versicherer hortet Geld.

Die Gedanken der Versicherungsexperten können wir sehr gut nachvollziehen: Gold und Silber haben sowohl einen inneren Substanzwert, als auch einen Verwendungswert. In der IT-, Elektronik- und Mobilfunkindustrie herrscht ein stetiger Hunger nach diesen Edelmetallen. Über das reine Geldanlage- oder Substanzsicherungsmotiv hinaus gibt es also eine weitere Verwendung. Zudem hat Gold - anders als Bargeld - in seinen Jahrtausenden Existenz keine Währungsreformen oder Abwertungen gesehen, womit es tatsächlich als ein wesentlich sicherer Hafen als Geld angesehen werden kann.

Informationen zu Gold und aktuelle Preise

Informieren Sie sich in unserem Informationsangebot über die verschiedenen Anbieter von Edelmetallen und deren Konditionen. Vorher können Sie einen gedanklichen Umweg über die Produktionskosten des Bargeldes und des Goldes machen: In verschiedenen Presseberichten werden die Produktionskosten pro Euro Banknote übereinstimmend bei etwa 8 Euro-Cent pro Schein Was Scheine und Muenzen kosten. In eine 100 Euro Schein sind damit mehr als 99,9 % Vertrauen im Gesamtwert enthalten.

Produktionskosten von Gold

Die Selbstkosten des bergmännischen Schürfens von Gold sind von Region zu Region und Vorkommen zu Vorkommen unterschiedlich. Unterschiedlichen Quellen entsprechend liegen diese weit jenseits von 700 US-Dollar pro Feinunze - auch 1.200 US-Dollar sind in Berichten zu finden. Selbst in riesigen Bergwerken wie beispielsweise bei Barrick Gold - die eigentlich einen Produktionsvorteil haben sollten - sind keine niedrigeren Produktionskosten zu finden. Damit gibt es eine bestimmte, natürliche Preisuntergrenze. Barrick Gold spricht von lediglich 1,88 Gramm Gold pro Tonne Gestein in ihren Vorkommen.

Wenn Sie die Goldangebote vergleichen und sich für diese Abrundung des Anlageportfolios entscheiden, dann entscheiden Sie sich für einen Sachwert aus nicht beliebig multiplizierbarer Produktion.

Category: Essay
Tag: EU EZB Euro Gold Krise