Italienische Zentralbank muss Bank in Italien mit 3,9 Milliarden Euro retten

Die Bankenkrise und Finanzkrise ist offensichtlich noch lange nicht zuende. Am Samstagabend beschloss die italienische Zentralbank, daß sie die italienische Bank „Monte dei Paschi di Siena“ (BMPS) mit 3,9 Milliarden Euro (!) retten werde. Die Traditionsbank hatte selber den Antrag auf Hilfe gestellt, da sie sonst Konkurs anmelden müsse.

Älteste Bank der Welt pleite

Die älteste Bank der Welt hatte mit wilden Spekulationen im Derivatebereich einen Verlust von zunächst 720 Millionen Euro erlitten. Die Bank gilt als einer der grösseren Besitzer von italienischen Staatsanleihen BMPS soll alleine schon 24 Milliarden Euro an italienischen Staatsanleihen im Bestand halten. Mit den Derivaten wollte man sich gegen Zinsschwankungen bei solchen Papieren angeblich absichern. Allerdings hat dann wohl jemand „vergessen“, sich gegen die Schwankungen bei den Derivaten abzusichern…

Die Bank Monte dei Paschi di Siena ist zudem bei dem Stresstest für italienische Banken durchgefallen. Die Bank hat in Italien rund 32.000 Mitarbeiter, gehört also nicht zu den ganz kleinen Banken. Der Hauptsitz liegt in Siena in der Toskana. Die Bank selber auch Beteiligungen an zahlreichen anderen Banken, z.B. Banca Toscana, Banca Populare die Spoleto, Banca Monte Parma und der Banca Agricola Montovana.

Bruchteilseigentümer sind u.a. auch JP Morgan und die AXA S.A., insoweit hilft die Hilfe der italienischen Notenbank von 3,9 Milliarden Euro auch der AXA und JP Morgan. Hätte die älteste Bank schlichtweg in eine der ältesten Geldanlagen der Welt, nämlich in Gold investiert, hätte die Monti-Bank das Geld in den letzten Jahren ordentlich vermehrt… man zog es allerdings vor, wild mit Derivaten und anderen Tradings zu spekulieren, was zu Millionen- und Milliarden-Verlusten geführt hat.