FED räumt ein, US-Banken heimlich und vorzeitig mit Infos aus Sitzungen versorgt zu haben

Die US-Notenbank FED hat eingeräumt, US Banken wie JP Morgan und Goldman Sachs heimlich und vorzeitig über Ergebnisse aus geheimen Sitzungen der FED informiert zu haben. Insgesamt habe ein Mitarbeiter z.B. nach der letzten Sitzung vorzeitig am Dienstag abend 100-Email-Adressaten aus dem US-Bankenkreis über das Protokoll einer Sitzung des Offenmarktausschusses informiert.

Der eigentliche Veröffentlichungstermin für alle anderen war für den Folgetag, 14 Uhr vorgesehen.

Die US-Banken hatten damit einen Zeitvorteil, um schon am Dienstag entsprechende Spekulationen einzugehen.

Als es bekannt wurde, beeilte man sich, mitzuteilen, daß der FED-Mitarbeiter dies natürlich „aus Versehen“ gemacht habe. Die Veröffentlichung am Folgetag wurde etwas vorgezogen, dennoch hatten die vorab informierten US-Banken einen Vorsprung, der bei richtigem Einsatz von Finanzinstrumenten zu Millionengewinnen führen könnte.

Die US Börsenaufsicht SEC und CFTC untersuchen den Vorgang nun. Insbesondere soll untersucht werden, ob die informierten Banken die Informationen für Finanztransaktionen genutzt haben.

Beobachter hatten schon länger vermutet, daß Informationen aus den „geheimen“ FED-Sitzungen an bestimmte, begünstigte Empfängerkreise in US-Banken gehen, die damit entsprechend spekulieren können, während Stunden oder Tage später europäische Marktteilnehmer informiert werden.

Nun hat die FED dies zumindestens in einem Fall auch eingeräumt…