100 Schließfächer in der Sparkasse Zell in der Nacht aufgebrochen

Nicht nur die Spareinlagen sind bei manchen Banken unsicher, auch die Schließfächer, in die manche Kunden die Sparbücher legen, scheinen nicht besonders sicher zu sein. Nach mehreren anderen Einbrüchen wurde nun in der Nacht von Ostermontag auf Dienstag in die Sparkasse Zell eingebrochen und 100 Schließfächer aufgebrochen. Der Einbruch wurde erst am Morgen von einem Beschäftigten der Sparkasse bemerkt und dann sofort der Polizei gemeldet.

Die Täter sind wohl durch einen Büroraum in die Sparkasse eingebrochen, indem sie ein Fenster aufhebelten. Die Alarmanlage habe nicht angeschlagen. Bereits zuvor wurden auf ähnliche Weise die Schließfächer von Kreditinstituten in Lörrach und Schopfheim aufgebrochen. Die Polizei geht daher davon aus, daß es sich um die gleichen Täter handeln könnte.

Aufgebrochen wurden die Schließfächer, in denen die Kunden üblicherweise z.B. ihre Sparbücher aufbewahren. Was im aktuellen Fall der Sparkasse Zell ggf. noch gestohlen worden ist, konnte am Morgen noch nicht mitgeteilt werden. Die Sparkasse teilte aber mit, daß von den 100 aufgebrochenen Schließfächern gottseidank nur 14 belegt gewesen waren.

Die Sparkasse hätte zwar allen Kunden mitgeteilt, daß man in diesen Schließfächern keine Wertsachen aufbewahren solle, – die Erfahrung lehrt aber, daß die Kunden diese Art von Schließfächern auch für die Aufbewahrung von Wertsachen nutzen. Bei dem Aufbruch der Schließfachanlage in Schopfheim sind mindestens vier Fälle bekannt, bei denen Wertsachen aus den Schließfächern entwendet worden sind.

Sparkassendirektor Lothar Müller will zukünftig solche Kundenschließfächer nicht mehr anbieten. Wertsachen wie Goldmünzen und Goldbarren hätten in solchen Schließfächern auch nichts zu suchen, teilt ein Sparkassenmitarbeiter mit. Genau solche Wertsachen holen sich die Einbrecher die letzten Wochen aber vermehrt aus solchen Sparkassen-Schließfachanlagen.