Spanien in der Rezession – Zinsen steigen dramatisch an

Im Euroland Spanien scheint die Situation sich nicht zu entspannen, – im Gegenteil: Die Zinsen für langlaufende Staatsanleihen sind bereits im 10-Jahresbereich über der kritischen Marke von 6% p.a., – notieren aktuell zum ersten Mal in diesem Jahr bei 6,11%

Ein Niveau von mehr als 6% wird von Volkswirten für Spanien als „nicht tragbar“ bezeichnet, weil es nicht finanzierbar ist.

Rund 5% kosten auch Kreditausfallversicherungen für fünfjährige Staatsanleihen, – hieran sieht man, daß auch die Versicherungsgesellschaften einen Ausfall von Spanien als Schuldner für immer wahrscheinlicher halten.

Wie jetzt an die Öffentlichkeit kam, waren es zuletzt auch vor allen Dingen die spanischen Banken, die sich von der EZB in einer Rettungsaktion Milliarden leihen mussten, – im März alleine 316 Milliarden Euro oder anders ausgedrückt: 0,31 Billionen Euro Nothilfe für spanische Banken.

Dies ist rund doppelt so viel wie noch im Februar ausreichte, um Löcher zu stopfen.

Geht die Bankennot in Spanien so weiter und steigen die Zinsen in der derselben Geschwindigkeit, kann man sich leicht an zwei Fingern ausrechnen, daß auch Spanien noch in diesem Jahr unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfen muß. Griechenland, Irland und Portugal haben dort Hilfe gesucht, als das Zinsniveau in den Ländern bei sieben Prozent ankam. Ein Prozentpunkt trennt Spanien noch von Griechenland.

Die Arbeitslosenquote ist in Spanien mit 23,6% schon höher als in Griechenland, wo 21% Arbeitslose registriert sind.

Spanische Münzhändler berichten bereits davon, daß die Spanier aus Angst vor der Inflation verstärkt Goldmünzen und Silbermünzen kaufen. Die Entwicklung des Goldpreises die nächsten Wochen wird zeigen, ob das Investment richtig war…