IWF-Chefin Lagarde gibt dem Euro nur noch drei Monate

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, gibt dem Euro in seiner Konstruktion weniger als drei Monate Überlebenszeit. Sollten sich die Länder weiterhin so verhalten, wie sie sich verhalten, bleibe für eine Lösung der Probleme weniger als drei Monate. Sie glaube nicht, daß einige Euro-Problemländer überhaupt noch die 3 Monate Überlebenszeit haben, die der Investor George Soros vorhergesagt hat. Geht es nach der IWF-Chefin verbleiben für die Problemländer nur noch weniger als drei Monate zur Lösung der Probleme.

Wenn man sich vergegenwärtigt, wie lange Griechenland schon an den Problemen herumkaspert und es dort immer noch keine funktionierende Finanzverwaltung und Steuereintreibung gibt, – gleichfalls dort noch nichts Wesentliches privatisiert worden ist, dürfte klar sein, wie dünn die Luft für einige Euroländer ist.

Es wären noch größere Opfer der Bürger anderer Euroländer erforderlich, um den schwachen Ländern zu helfen.

Lagarde meinte auch, man müsse die Sparauflagen für die Griechen erleichtern, „der Gürtel sollte nicht zu eng geschnallt sein“.

Unter diesem Vorzeichen darf man gespannt sein, wie die Griechen am Sonntag wählen gehen. Sicher ein historischer Tag. Nicht nur für Griechenland. Man darf davon ausgehen, daß bei Zusammenbruch des Euros in Griechenland auch sofort die Bürger in Portugal, Spanien und Italien einen Run auf die Banken beginnen und ihr Geld abziehen.

In Italien hatten Ende Mai erste Banken bereits geschlossen und über Nacht keine Verfügungen mehr zugelassen, siehe: BancaNetwork

IWF-Chefin Lagarde war zuletzt dadurch aufgefallen, daß Sie selber auf Ihr Einkommen keinen cent Steuern bezahlt, siehe: Keine Steuern bei Lagarde Wenn man selber keine Steuern zahlt, kann man natürlich trefflich verlangen, daß den Deutschen mehr Steuern abgezogen werden, um den Griechen mehr helfen zu können.

Als die Lagarde-Befürchtung, daß der Euro in seiner jetzigen Form keine drei Monate mehr Bestand haben könnte, bekannt wurde, stieg der Goldpreis sofort kometenartig an, zuletzt notierte der Goldpreis bei 1286 Euro/oz, nachdem er im Laufe des Nachmittags schon über 1290 Euro geklettert war.

Bei einem Eurokurs von 1,2493 USD notierte ist der aktuelle Goldpreis in Dollar bei rund 1607 US$/oz, erreicht im Laufe des Nachmittags aber auch einen Spitzenwert von 1619US$/oz.