Italienische Steuerfahndung verfolgt systematisch Bürger in die Schweiz

Die italienische Steuerfahndung (Guardia di Financia) hat jetzt eingeräumt, ihre Bürger systematisch auch im Ausland zu verfolgen und zwar nach Rasterfahndungsmethoden. Z.B. sind am Zollübergang bei Castasegna Kameras installiert, die die Einreise betuchter italienischer Bürger festhalten.

Die Fahnder fahren den Italienern auch auf Schweizer Boden nach, mehrere Italiener beschwerten sich bereits, da die Steuerfahnder ihnen bis nach Sankt Moritz in der Schweiz nachgefahren sind. Gemäß Informationen der Schweizer Presse wird in der Schweiz dann das Ausgabeverhalten der Italiener überwacht: Steigt man in teuren Hotels ab, fliegt man mit dem Hubschrauber, geht man in teuren Restaurants essen, besucht man u.U. Banken. Im Engadin sind bereits häufiger italienische Steuerfahnder bei ihrer Arbeit „ertappt“ worden, sodaß auch schon der Gemeindepräsident von Sankt Moritz sich politische Schritte überlegt.

So manch Italiener hat wegen des massiven Auftretens der Steuerfahndung, die einfach mit nach aussen für jeden erkenntlichen Fahrzeugen auch in die Schweiz nachfahren, schon seine Urlaubspläne geändert.

Noch hat die deutsche Steuerfahndung keine erkennbaren Einsatzfahrzeuge und fährt auch Deutschen nicht systematisch ins Ausland hinterher, – zumindestens nicht offensichtlich. Vielleicht nur noch eine Frage der Zeit…