USA: FED will wieder mit Geld um sich schmeissen – Bernanke kündigt lockere Geldpolitik an

FED-Chef Ben Bernanke hat gestern angekündigt, daß die FED eine noch lockere Geldpolitik in der Zukunft betreiben könnte. Die FED werde wieder anfangen, den Marktteilnehmern für gute Kurse Anleihen abzukaufen und so den Märkten Liquidität zur Verfügung zu stellen, wenn die US-Wirtschaft sich weiterhin als schwächelnd erweisen sollte, was aktuell der Fall sei.

Er erwäge auch, das auslaufende Programm zum Aufkauf von US-Staatsanleihen durch ein drittes Programm zu ergänzen, in dem wieder US-Staatsanleihen gekauft würden, – die FED finanziert im Ergebnis damit durch Dollarnoten-Druck den US Staatshaushalt.

Statt „Wir werfen die Gelddruckmaschine an“ heißt das allerdings heute „Quantitative Easing III“ im Jargon der US-Notenbank.

Erst im Juni war das jüngste Staatsanleihenaufkaufprogramm der FED im Volumen von 600 Milliarden US Dollar zuende gegangen, – damals hieß es noch „Wir denken nicht daran, das zu verlängern, das wäre auch nicht das richtige Signal“… offensichtlich hat man nunmehr einen Gesinnungswandel vollzogen oder damals schlichtweg gelogen.

Bernanke begründet seinen Gesinnungswechsel damit, daß die Schwäche der US Wirtschaft sich beständiger zeige als ursprünglich angenommen.

Sollten die USA in der Tat die Märkte weiter mit US-Dollar fluten, wird sich dies auch zukünftig positiv aufs Gold auswirken, – bereits die letzten Tage wurde beständig neue Höchstkurse vermeldet, bis hin zu knapp 1590 US$/oz. In Deutschland notiert Gold im Moment rund um das Allzeithoch bei etwas 1120 Euro je Feinunze (31,1 Gramm)