Italien muß schon 7,89% Zinsen zahlen, um noch Geld geliehen zu bekommen – Staatsanleihen auf Rekordniveau

Italienische Staatsanleihen haben eim Moment in Zinsniveau wie seit 10 Jahren nicht mehr. Aktuell muß der Staat Italien selbst 3jährige Staatsanleihen mit einer Rendite von 7,89% versehen, um überhaupt noch Geld am Markt zu bekommen. Der Finanzkrise sei Dank. Insgesamt hat sich Italien jüngst wieder 7,5 Milliarden Euro (7500 Millionen!) „geliehen“.

Deutschland hatte in der Vorwoche Probleme, überhaupt 6 Milliarden geliehen zu bekommen und bekam nur 3,6 statt gewünschter 6,0 Milliarden Euro. Dafür mußte Deutschland auch nur 2% Zinsen zahlen, statt 7,89% in Italien.

Offensichtlich glauben immer noch zahlreiche Anleger, daß Italien die Schulden auch dauerhaft bedienen würde, da sich sogar Interessenten für deutlich mehr Volumen gemeldet hatten. Die Anleihe war um 50% überzeichnet.

Am Anleihemarkt gilt immer noch die eiserne Regel: Je höher das Risiko auf Nichtrückzahlung, desto höher muß der Zins und die Rendite sein. Anleger, die sich höhere Zinsen „einkaufen“, kaufen sich damit immer auch ein höheres Risiko ein, daß etwas passiert: Beispiels die Nichtbedienung von Zinsen oder die Nichtrückzahlung von Kapital.

Käufer argentinischer Staatsanleihen wissen aus der Vergangenheit, daß dies auch tatsächlich eintreten kann: Auch Staatsanleihen wurden schon öfters nicht vollumfänglich zurück gezahlt.