Finnland erwirkt Sonderklausel für Griechenland – Hilfe

Die Finnen haben offensichtlich keine Lust für die Griechen zu „bluten“ und erwirkten bei den Verhandlungen rund um die EU-Griechenland-Hilfe eine Finnland-Klausel und haben somit ihren Steuerzahlern womöglich größeren Schaden erspart:

Die Finnen sind bereit sich an Krediten für Griechenland zu beteiligen, – aber nur dann, wenn das daraus erwachsene Risiko (z.B. auf Nicht- oder Nicht-Komplett-Rückzahlung) durch andere abgedeckt wird und die Finnen keinerlei Risiko haben.

In EU-Juristensprache heißt die Formulierung dann etwas umständlicher: „Erforderlichenfalls wird eine Besicherungsvereinbarung getroffen, damit das den Mitgliedsstaaten erwachsene Risiko abgedeckt wird“

Von dieser Sonderklausel will bisher nur Finnland Gebrauch machen. Es würde ja auch nicht gehen, wenn eine Gemeinschaft mehrerer Staaten einen Kredit vergibt und jeder für sich in Anspruch nimmt, daß er das Risiko aber nicht tragen will, einer muß schließlich auch das Risiko tragen, ergo verbleibt es bei allen anderen Staaten – außer Finnland. Für Finnland ist damit die Griechenland-Hilfe nichts anderes als eine gute Geldanlage. Sie leihen sich selber am Kapitalmarkt Geld, verleihen dieses zu einem höheren Zins an Griechenland weiter und tragen keinerlei Risiko. Ideal für Finnland. So VERDIENT Finnland noch an der Griechenland-Hilfe.

Finnland ließ sich bei dieser Entscheidung auch nicht von EU-Kommissionspräsident Barroso bremsen, der ausdrücklich davor gewarnt hatte, die Kredite zu weitgehend absichern zu wollen.

Er wird wissen warum… weil er auch einkalkuliert, daß evtl. nicht alles an Griechenland verliehenes Geld auch wieder im vereinbarten Zeitrahmen zurückgezahlt wird.