500.000 Griechen schaffen ihr Geld ins Ausland – 62 Milliarden Euro flossen ab

Glaubt man den Angaben der griechischen Zentralbank und auch der Zeitung „To Thema“, haben in den vergangenen Monaten 500.000 Griechen ihr Geld ins Ausland geschafft. Die Zentralbank-Statistik weist mittlerweile für die letzten zwei Jahre Abgänge von ca. 62 Milliarden Euro aus. Und das sind nur die nachgewiesenen Abgänge, – Bar-Transfers aus Schwarzgeldbeständen sind da noch nicht erfasst.

Im September und Oktober diesen Jahres soll der Abfluss alleine schon 14 Milliarden Euro betragen haben, – was Privat- und Gewerbekunden von Konten griechischer Kreditinstitute verfügt haben. Die Bank of Greece, die griechische Zentralbank sieht auch für November und Anfang Dezember einen gleichbleibenden Trend des großen Kapitalabflusses.

Griechenland blutet so langsam aus.

Wären da nicht die immer wieder nachfliessenden Milliarden aus EU-Mitteln, die die Abflüsse der griechischen Bürger kompensieren sollen. Die Troika ist gerade wieder erneut in Athen einmarschiert, um die Voraussetzungen für den Fluss weiterer Milliarden nach Athen zu prüfen.

Ein lustiges Spiel: Die griechischen Bürger bringen ihr Geld ins Ausland (vor allen Dingen Schweiz und Bulgarien) und die restlichen EU-Bürger dürfen die Abflüsse in Athen wieder mit EU-Milliarden auffüllen. Es sollte wundern, wenn dieses Spiel lange gut geht. Der Euro und die Griechen: Zwei Welten treffen aufeinander.