Russland – Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus

Nachdem die Sanktionen der EU gegen Russland Stufe 3 nun erreicht haben, reagiert Russland wie bereits zu erwarten. Die russische Regierung bezeichnet die Strafmaßnahmen als „unbedachten und verantwortungslosen Schritt“. Bereits vor Stufe 3 hatte die EU stärkere Wirtschaftssanktionen gegen russische Banken sowie Export-Verbote für europäische Firmen abgesegnet. Eine weitere Eskalation der bereits angespannten Situation wird von Seiten europäischer Regierungen billigend in Kauf genommen. Leidtragende sind selbstverständlich wie so oft der Mittelstand und der einfache Bürger.

Putin

Putin im russischen TV

Das russische Außenministerium in Moskau erklärt, dass die Wirtschaftssanktionen unweigerlich zu höheren Energiepreisen in Europa führen werden.

Indem man sich in eine Sanktionierungsorgie begibt, stellt Brüssel nach eigenem Willen Hürden für weitere Kooperationen in einem so wichtigen Feld wie der Energie auf

wurde am Mittwoch vom Ministerium als Erklärung veröffentlicht. Dies sei ein unbedachter und verantwortungsloser Schritt, der unweigerlich höhere Energiepreise in Europa zur Folge haben werde.

Aktuell decken Deutschland und die EU ca. ein Drittel Ihres Energiebedarfs aus russischer Versorgung. Am Dienstag wurden im Bezug auf den „Stellvertreterkrieg“ in der Ukraine  und dem bislang immer noch nicht geklärten Abschuss des Fluges MH17 , als nächsten Eskalationsschritt härtere Wirtschaftssanktionen gegen Russland für wichtige Branchen beschlossen.

Zukünftig dürfen nach Angaben von Diplomaten keine Rüstungsgüter zwischen Russland und der EU gehandelt werden. Produkte zur zivilen wie auch militärischen Verwendung  sind vom Export nach Russland ebenfalls ausgeschlossen. Russische Banken mit staatlicher Beteiligung von mehr als 50 Prozent können nun keine neuen Wertpapiere in der EU verkaufen. Desweiteren gilt ein Export-Stop für Hochtechnologie, insbesondere im Bereich Ölförderung. Die Sanktionen sind momentan auf ein Jahr zeitlich begrenzt, man möchte sich selbst nicht all zu großen Wirtschaftlichen Schaden zumuten. Es wurde zudem beschlossen eine erste Überprüfung nach drei Monaten durchzuführen, ob sich Russland den Strafmaßnahmen unterwirft.

Nach wie vor warten viele Bürger endlich auf nicht gefälschte Beweise, wie z.B. die vom ukrainischen Geheimdienst SBU konfiszierten Gesprächsprotokolle des Towers in Kiev, sowie hochauflösende Satellitenaufnahmen der amerikanischen Regierung, welche die bisherige Behauptung einer direkten  Beteiligung Russlands an dem Abschuss der Zivilmaschine der malaysischen Airline Flug MH17 stichhaltig beweisen werden/können/sollen.

Kalter Krieg Reloaded