Steuerhinterziehung: 8 Jahre Haft für Griechenlands Minister

„Fisch fängt im Kopf an zu stinken“ mag so manch einer denken: Der griechische Ex-Minister Akis Tsochatzopoulos muß für acht Jahre ins Gefängnis. Die Richter sind überzeugt davon, daß er neben begangener Steuerhinterziehung auch noch korrupt war. Ein ganzes Haus soll er in seiner Steuererklärung „mal eben“ verschwiegen haben, ebenso Geldanlagen im sechsstelligen Bereich. Neben der Gefängnisstrafe hat der Richter eine Geldstrafe in Höhe von 520.000 Euro ausgesprochen. Frau und Tochter werden Geldwäsche vorgeworfen.

Tsochatzopoulos war in seiner Laufbahn unter anderem Vize-Premierminister und Verteidigungsminister in Griechenland. Die nunmehr ausgesprochene Strafe ist zunächst nur für die Steuerhinterziehungstaten. Mindestens ein weiteres Verfahren wegen Korruption steht noch an, ggf. kommt noch eine ergänzende Strafe hinzu. Ob der mittlerweile

73jährige die allerdings noch zur Gänze absitzen kann, darf bezweifelt werden. Er selber sitzt seit Mitte letzten Jahres in Untersuchungshaft, auch seine Frau und Tochter sind inhaftiert.