Bundesbank macht sich Sorgen um Griechenland – neuer Schuldenschnitt nach der Wahl?

Vor der Bundestagswahl wollen es Politiker wohl nicht an die Oberfläche kommen lassen und beruhigen die Bevölkerung, aber um Griechenland scheint es schlimmer zu stehen, als die Bundesregierung dies aktuell einräumt. Dies kann man zumindestens den Statesments der Deutschen Bundesbank entnehmen, wenn man den jüngsten Bericht des SPIEGELS zugrunde legt.

Demnach wurde die letzte Kredittranche eher aus politischen denn aus wirtschaftlichen Gründen genehmigt und nach der Bundestagswahl könne es durchaus sein, daß nochmal ein erneutes Rettungspaket oder gar ein Schuldenschnitt für Griechenland notwendig sei.

Eine Bundesbank-Stellungnahme, gerichtet an das Bundesfinanzministerium und den Internationalen Währungsfonds würde dies hergeben.

Die Bundesbank habe erheblichen Zweifel, ob die griechische Regierung überhaupt zu den erforderlichen Rettungsmaßnahmen in der Lage sei.

Kein Wunder, daß deutsche und griechische Anleger vermehrt zu krisensicheren Investments wie Gold und Silber statt zu Anlagen in Euro greifen. In vielen griechischen Banken sind Sovereigns, die Lieblings-Goldmünzen der Griechen, nur noch nach Wartezeit zu bekommen: die Nachfrage ist zu gross.