Spaniens Banken müssen mit 40 Milliarden Euro gerettet werden

40 Milliarden Euro zur Rettung spanischer Banken
40 Milliarden Euro zur Rettung spanischer Banken

In der Bildzeitung war es ein kleiner Dreizeiler im Format 3x3cm, die Schwangerschaft von Prinzessin Kate nahm den hundertfachen Raum ein… aber die Banken Spaniens stehen am Abgrund, müssen mit Milliarden gerettet werden. Spaniens Regierung war deshalb bei den Europartnern vorstellig und hat um Geld gebettelt.

Geld, was die anderen Eurostaaten auch nicht haben, denn sie sind alle selber hoffnungslos verschuldet.

Aber: Die Finanzminister der Eurostaaten haben beschlossen, Spanien 40 Milliarden Euro zu geben, damit die spanische Regierung das Geld für die Bankenrettung in Spanien einsetzen kann. Auch die nächste Hilfszahlung für das kränkelnde Portugal wurde auf den Weg gebracht, hier wird im Januar gezahlt.

40 Milliarden oder exakt sind es „nur“ 39,5 Milliarden Euro sollen nächste Woche an die spanische Regierung überwiesen werden., bestätigte Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker, der zum Jahresende das Handtuch werfen will und keine Lust mehr hat, weiter Chef der Euro-„Retter“ zu sein.

Ist ja auch ein hoffnungsloses Unterfangen…

Genau wie in USA, Großbritannien, Irland und Island sind in Spanien die Immobilienpreise zusammengebrochen, was zu massenhaften Schieflagen der oft zu 100% finanzierten Hausfinanzierungen geführt hat. Zahlreiche Bauruinen in Spanien zeugen vom Konkurs hunderter Baugesellschaften, – praktisch jeden Tag finden hunderte Zwangsräumungen bei Privathäusern und -wohnungen statt. Die Banken, die all diese Kredite finanziert haben, werden ihr Geld wohl kaum wiedersehen und haben Milliardenlöcher in den Bilanzen.

Ohne Hilfe von außen müssten sie Konkurs anmelden und könnten auch die Einlagen der Privatkunden nicht mehr zurückzahlen. Davor hat der spanische Staat, der auch kein Geld mehr hat, Angst und leiht sich von den EU-Partnern Geld, um es den Banken zu geben.

Portogals Hilfstranche von 2,5 Milliarden Euro liest sich dagegen schon fast bescheiden.

Griechenland soll wohl die nächste Hilfszahlung am 13.Dezember bekommen.

Die halb griechische, halb türkische Insel Zypern hat auch schon signalisiert, daß man extremen Hilfsbedarf habe, – darüber wollen die EU-Finanzminister Mitte Dezember beraten.

Den kränkelnden Eurostaaten hilft man mit Euros, die eigentlich gar nicht da sind. Vereinfacht gesagt: Man druckt einfach welche… Ob das auf Dauer gut geht, bezweifeln immer mehr Bundesbürger und schichten ihre Euros in Gold und Silber um.