Münze Österreich soll fragwürdige Provisionen gezahlt haben

Die offizielle österreichische Münzprägeanstalt Münze Österreich AG soll in der Vergangenheit fragwürdige Provisionen zur Erlangung von Auslandsaufträgen bezahlt haben, – dies vermutet zumindestens die österreichische Zeitung „Der Standard“.

Demnach sollen zur Erlangung von Goldmünzen-Aufträgen Provisionen in beträchtlicher Höhe geflossen sein. Z.B. an eine Firma Venkoy mit Sitz in Panama. Insgesamt sollen im Zeitraum von 2008 bis 2011 2,2 Millionen Euro an Provisionen gezahlt worden sein, davon alleine 536.000 Euro an die Firma Venkoy. Dieses System soll der ehemalige, inzwischen entlassene Vorstand Kurt Meyer eingeführt haben.

Interessant auch Geldflüsse von der Münze Österreich zur Gesellschaft für für österreichisch-arabische Beziehungen (GÖAB), die in den Jahren 2004 bis 2011 Geldmittel in Höhe von ca. 119.000 Euro erhalten habe, – dies sei ein Mitgliedsbeitrag der Münze Österreich, wird gerechtfertigt. Allerdings ohne darauf hinzuweisen, daß alle anderen Mitglieder deutlich weniger „Beitrag“ zahlen.

Der österreichische Rechnungshof hatte sich intensiv mit der Münze Österreich beschäftigt, – die Zahlungen sind teilweise noch immer Gegenstand staatsanwaltschaftlicher Untersuchungen. Bis zum Beweis des Gegenteils gilt natürlich für alle Beschuldigten die Unschuldsvermutung…

Die Münze Österreich stellt neben den Silbermünzen Wiener Philharmoniker und den gleichnamigen Goldmünzen auch die Euromünzen für Österreich her, daneben eine Reihe von Sammlermünzen und Auftragsprägungen für andere Länder. Wegen des Anstiegs beim Goldpreis und beim Silberpreis erfreute sich die Münze Österreich die letzten Jahre einer regen Nachfrage bei diesen Anlagemünzen.