Gold für den halben Preis aus Mannheim – Betrug in 366 Fällen ?

Die Staatsanwaltschaft Mannheim ermittelt gegen einen 34jährigen Anbieter aus Mannheim, der zwischen 2009 und 2011 aus Mannheim heraus Gold zum halben Marktwert (!) angeboten haben soll. Eine auf den Komoren (!) gegründete Bank sollte nach 2 Jahren das Gold zum garantierten Preis zurückkaufen.

Er hätte angegeben, daß er so unschlagbar günstig sei, weil die Bank selber Mitbesitzer eine Goldmine in Sierra Leone (Afrika) sei.

„Sierra Leone“, „Gold zum halben Preis“, „Komoren“ – das sind eigentlich alles Schlagwörter, wo Anleger eigentlich hellhörig und vorsichtig werden sollten, aber dennoch konnte er wohl einen Schaden in Höhe von 4,3 Millionen Euro verursachen, indem er Anlegergelder einsammelte, aber dafür so gut wie kein Gold kaufte, sondern über seine „Bank“ in eine unsichere Geldanlage in Neuseeland investierte, sich an einer Bar und einem Restaurant in Mailand beteiligte, die Rechte an einer Theatergruppe erworb und angebliche Schürfrechte in Südamerika erworb.

Außerdem verwandte er einen großen Teil der eingesammelten Gelder auch für Vertriebsprovisionen für Vertreter, die ihm Geld heranschafften.

Die Anleger machen nunmehr ein langes Gesicht, der Angeklagte sitzt bereits seit Januar in Untersuchungshaft.

„Gold zum halben Marktpreis“ gibt es nirgendwo. Wer Goldfertigprodukte wie Goldmünzen oder Goldbarren kauft, zahlt immer einen Preis, der sich um den an den Börsen notierten Goldpreis bewegt. Private Anleger werden immer einen Aufpreis im unteren Prozentbereich auf den reinen Goldpreis, wie er z.B. an der Londoner Börse notiert, bezahlen. Lediglich im Interbankenhandel und im Ankauf bei Scheideanstalten etc. sind auch minimale Abschläge auf diesen Goldpreis möglich. Niemand auf der Welt ist aber so dumm und verkauft zum halben Goldpreis. Offensichtlich hat die Staatsanwaltschaft in Mannheim aber in den Akten 366 Kunden, die dies geglaubt haben.

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