Gauweiler hat Sorgen um die Bundesbank-Gold-Rückholung

Peter Gauweiler, CSU-Mann und dafür bekannt, daß er sagt, was er denkt, hat Sorgen, daß die Bundesbank nur halbherzig handeln könnte, wenn es um die Rückholung des deutschen Goldes geht.

Gauweiler kritisiert, daß die Deutsche Bundesbank bis dato weder das Gold im Ausland komplett gezählt, geschweige denn das Gewicht geprüft habe.

Er postuliert daher, daß die Deutsche Bundesbank – genau wie es jedes Wirtschaftsunternehmen in vergleichbarer Position tuen müsste – eine Komplett-Inventur der deutschen Goldbestände in den USA, Großbritannien und Frankreich vornehmen möge.

Gauweiler selber hatte die Prüfung des Bundesrechnungshofes mit veranlasst. Gauweiler fordert, daß dieselben Rechtsvorschriften wie für freie Unternehmen bei der Inventur auch für die Bundesbank gelten müsse. Es könne nicht sein, daß jede Dorfsparkasse an Silvester ihr Bargeld und ihr Gold zählen müsse, die Bundesbank aber lediglich ein Fax abheftet, wo ein Dritter ohne Kontrolle etwas gezählt haben will.

Die Bundesbank hatte avisiert, jährlich 50 Tonnen nach Deutschland zurück zu holen, allerdings nur 3 Jahre lang. Angesichts des Gesamtgoldbestands im Ausland von 2360 Tonnen wären 150 Tonnen in 3 Jahren noch nicht einmal 10%. Gauweiler findet das zu wenig.