Euro-Rettung: US-Finanzminister Geithner trifft Schäuble sogar im Urlaub auf Sylt

Es muß um Euro, Dollar und das Welt-Wirtschaftssystem schon schlimm stehen, wenn jetzt der US-Finanzminister den deutschen Finanzminister Schäuble sogar im Urlaub auf Sylt heimsucht.

Der US-Finanzminister besucht Schäuble in seinem Urlaubshotel (5-Sterne-Hotel Fährhaus Munkmarsch auf Sylt), obwohl Schäuble eigentlich zum „Abschalten“ dorthin gereist ist. Doch diesen Montag mußte er sich vom US-Finanzminister vorhalten lassen, daß er die Märkte mit viel zu wenig Geld flutet. Ginge es nach der US-Regierung, müsste der deutsche Finanzminister oder die EZB auf Veranlassung des deutschen Finanzministers die Märkte mit Euros „fluten“, einfach frisches Geld drucken und es den Banken und der Wirtschaft billig zur Verfügung stellen.

Damit könne man, so der US-Finanzminister Geithner die Euro-Krise beheben.

Geithner verschweigt allerdings, daß die US-Notenbank FED ebendies getan hat und die US-Wirtschaft trotzdem nicht so richtig anzieht und auch die Probleme dadurch nicht gelöst werden. In den USA ist auch im zweiten Quartal das Wachstum deutlich unter 2%, eher bei 1,5%, – trotz Milliarden-Dollar-Flutungen.

Schäuble hatte bisher eine konträre Meinung und kämpft damit bereits gegen Mario Draghi, den neuen EZB-Präsidenten, der auch den Kampf gegen die Eurokrise aufnehmen möchte, – am liebsten aber durch noch mehr Geld.

In der Vergangenheit hat sich das Fluten der Märkte mit Liquidität allerdings immer über kurz oder lang in einer Geldentwertung bemerkbar gemacht. Die macht zwar den Staaten das Schuldenzurückzahlen leichter, enteignet aber still und heimlich die Bevölkerung.