Brasilien kritisiert EZB-Geldschwemme

Die brasilianische Präsidentin Rousseff hat Bundeskanzlerin Merkel auf der Computermesse CEBIT einen Rüffel erteilt: Die Milliardenspritzen, die die EZB mit Euros in die Märkte schiessen, wären absolut schädlich. Eine solche Geldschwemme sei für den Euro, für Europa und erst recht für Brasilien absolut schädlich.

Bundeskanzlerin Merkel räumte die Geldschwemme ein und versprach Besserung für die Zukunft, man darf sich wundern.

Brasiliens Präsidentin sprach offen an, daß sowohl die USA den Dollar als auch Europa den Euro mit hohem Tempo entwerten. So offen hat das lange kein Politiker mehr offiziell gesagt.

In Ländern wie Brasilien fließt dadurch besonders viel Geld, was deren Währung dann drastisch aufwertet und Exporte für Brasilien schwieriger macht, weil teurer. Brasilien betrachtet die Geldschwemme in USA und Europa als „Währungskrieg“, der leicht auch in einem Tsunami enden könnte.

Endlich hat es mal ein Politiker angesprochen. Merkel hat auch nicht widerspruchen, – damit hat sie es eingeräumt. Sie will sogar mit Mexico auf dem nächsten G20-Treffen darüber sprechen.