WestLB macht 240 Millionen Minus

Und wieder eine staatliche Bank, die Millionen-Verluste macht: Die West LB hat – wohl zum letzten Mal – die Bilanz präsentiert. Für 2010 werden 240 Millionen Euro Verlust ausgewiesen. Da tröstet es auch nicht, daß das Minus kleiner ist als im Jahr zuvor, wo der Verlust die 0,5 Milliarden-Grenze überschritten hatte. Der Noch-WestLB-Chef Voigtländer verwies auf eine „Verbesserung der operativen Ertragskraft“ und einen Personalabbau um 498 auf 4473 Arbeitskräfte.

Nach EU-Auflagen muß die Bank bis zum Jahresende einen neuen Eigentümer gefunden haben, bisherige Verkaufs- und Fusionsversuche erstickten schon im Anlauf. Aktuell dürfte die Zerschlagung des Instituts und Aufteilung in viele kleinere Teile die wahrscheinlichste Variante sein.

Selbst Chef Voigtländer geht davon aus, daß im nächsten Jahr ein anderes Logo am Gebäude prangt…

Interessant ist auch die Schlußbemerkung von Voigtländer: Auch weiterhin werde die Bank und deren Restrukturierung Geld kosten. Geld, was die Bank nicht alleine tragen könnte. Das heißt: Das Ende der Fahnenstange und der Verluste haben wir noch lange nicht gesehen. Finanzkrise 2.0 ist noch voll im Gange. Der Chef räumts diesmal selber ein. Wenigstens ehrlich.