von Finck erhält Besuch von der Steuerfahndung – Razzia bei der Tochter

Ein Tochterunternehmen aus dem Hause des Barons von Finck hatte am Freitag Besuch von der Steuerfahndung und Staatsanwaltschaft.

Rund 50 Beamte durchsuchten mehrere Objekte seiner Vermögensverwaltung. U.a. fanden Durchsuchungen in Düsseldorf, München und Stuttgart statt. Die Durchsuchungen, die nachmittags begannen, gingen bis in die Abendstunden, – Dutzende Ordner und Kartons wurden beschlagnahmt. Auch die Privatwohnungen von leitenden Angestellten und ehemaligen leitenden Angestellten wurden durchsucht.

Vermutlich steht die Aktion in Zusammenhang mit dem Ankauf einer Steuer-CD aus dem Hause der HSBC-Bank, die nach Behördenangaben Informationen über Konten Deutscher in Luxemburg enthielt.

Der Name von Finck tauchte vor kurzem in der deutschen Medienlandschaft auf, da man gem. Angaben im Manager Magazin im Hause Finck plane, bundesweit Gold-Verkaufsgeschäfte zu eröffnen und wohl erste konkrete Objekte dafür ins Auge gefasst habe. Eines soll nur unweit des Münchner Nobelhotels „Bayrischer Hof“ sein.

Familie Finck gehört zu den reichsten Familien Deutschlands. Ob bei den Durchsuchungen belastendes Material gefunden wurde, ist noch nicht bekannt.

In NRW werden solche Verfahren wegen Steuerhinterziehung oder Steuerbetrug üblicherweise von der Steuerfahndung Wuppertal in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Bochum betrieben. Dort scheint man eine gewisse Expertise im Umgang mit Daten-CDs entwickelt zu haben.