USA: Großbanken rüsten sich für den Fall der Staatspleite der USA

Sehr geehrte Leser,

wie Sie sicher schon wissen, streiten im US-Kongress Demokraten und Republikaner über die Bedingungen, unter denen die gesetzliche Schuldenobergrenze der USA erhöht werden kann. Die Demokraten und US-Präsident Barack Obama braucht im Kongress die Zustimmung der Republikaner, die die Mehrheit in diesem Haus haben, um die Schuldengrenze erhöhen zu können. Laut US-Finanzminister Timothy Geithner ist es noch bis 2. August 2011 – also nur noch 7 Wochen – mit buchhalterischen Tricks möglich, die Zahlungsunfähigkeit der USA hinauszuzögern. Finden Demokraten und Republikaner bis dahin keinen Kompromiss, sind die USA dann zumindest vorübergehend zahlungsunfähig.

Für genau diesen Fall rüsten sich verschiedenen Medienberichten zufolge nun US-Großbanken. Sie erwarten im Falle eines Scheiterns Haushaltsverhandlungen erhebliche Turbulenzen an den Finanzmärkten. Die „Financial Times“ z.B. meldet, dass die US-Großbanken beim Scheitern der Verhandlungen ihr Engagement in US-Staatsanleihen bereits im August 2011 reduzieren wollen würden. Das wäre die eine Vorgehensweise.

Eine andere Vorgehensweise wäre es, höhere Bargeldreserven anzulegen, um z.B. Derivatgeschäfte abzusichern. Damit könnte das Finanzsystem etwas unabhängiger von Staatsanleihen sein.

Eines steht unumstößlich fest: Die USA sind gezwungen, die gesetzliche Schuldenobergrenze zu erhöhen. Schaffen Sie dies nicht, droht an den Finanzmärkten und schließlich dann überall eine weltweite Krise, die die Krise nach dem Bankrott der Bank „Lehman Brothers“ in den Schatten stellen wird. Denn nach wie vor ist die US-Volkswirtschaft die größte der Welt und der US-Dollar ist außerdem die Weltreservewährung.

Ob den Damen und Herren im US-Kongress, sowohl Demokraten wie auch Republikaner, bewusst sind, wie schwerwiegend ihre Verhandlungen sich nicht nur auf die US- sondern auch auf die Weltwirtschaft auswirken könnten? Man weiß es nicht.

J. vom 321GoldundSilberShop

(Quelle: Focus.de)