US Mint in den USA stoppt die 1$-Produktion – Presidential Dollar vor dem Aus

Jeder kennt sie aus den USA, die 1-Dollar-Banknote, mit der der Amerikaner seinen Cheeseburger bezahlt. Banknoten verschleissen allerdings relativ schnell und müssen dann kostspielig ausgetauscht werden, zudem sind sie fälschungsanfällig. Daher sollten ab dem Jahr 2007 1-Dollar-Münzen in den USA populär gemacht werden, die länger halten als Geldscheine. In einer Serie sollten jedes Jahr, beginnend ab dem Jahr 2007 vier verschiedene Presidential Dollars als Münze herausgegeben werden, die dann vergangene US-Präsidenten zeigen. Die Serie sollte bis 2016 fortgesetzt werden.

Das Haushaltsdefizit in den USA ist allerdings so groß, daß man auch nach dem letzten Strohhalm greift, um Geld zu sparen. Kurzfristig zumindestens.

In Untersuchungen hat man herausgefunden, daß die neuen 1$ Präsidenten-Dollars bei Erstausgabe sehr populär sind, die Nachfrage aber ein paar Wochen nach Ausgabe stark nachlässt. Zuletzt kamen jeweils 40% der Produktion wieder zurück zur Federal Reserve Bank und mussten vernichtet werden. Die FED hatte zuletzt 1,4 Milliarden 1-Dollar-Münzen in den Tresoren. Dies wird jetzt gestoppt.

Hochrechnungen gehen davon aus, daß im Jahr 2016 dann rund 2 Milliarden 1-Dollar-Münzen in der Fed schlummern:

1-Dollar-Münzbestände der US FED

1-Dollar-Münzbestände der US FED

Die US-Mint hat zunächst Schritte unternommen, tausende Sammler für diese Münzen zu gewinnen, die „Golden Dollar“ genannt wurden, aber aus unedlem Metall bestanden.

Zukünftig werden nicht mehr Millionen von diesen 1$-Münzen über das Bankensystem des ganzen Landes gestreut, sondern Sammler können bei der US Mint über das Internet Stücke bestellen und erhalten diese dann auch. Den Bargeldbedarf kann man leicht aus dem jetztigen Bestand von 1,4 Milliarden 1-Dollarmünzen decken.

Alle zukünftigen Ausgaben gibt es also nur noch in Mini-Sammlermengen, beginnend mit der 1-Dollar-Münze Präsident Chester A. Arthur, die im Frühjahr 2012 erscheinen soll.

Die USA wollen auf diesem Weg ca. 50 Millionen US-Dollar jährlich an Ausgabekosten sparen.