Umweltkatastrophe in türkischer Silbermine droht

In der Türkei droht eine Umweltkatastrophe größeren Ausmasses. In der Nähe des Ortes Gümüs in der Provinz Kütahya sind zwei Dämme gebrochen. Die Dämme umschlossen ein Flüssigkeitsareal, wo Zyanid-Lauge, Produkt aus der Silbergewinnung, gestaut worden ist. Lediglich ein dritter Damm hält in einiger Entfernung noch die hochtoxische Flüssigkeit zurück und droht, auch noch zu bersten. 15 Millionen Kubikmeter hochgiftige Lauge drohen dann über die Äcker des Umlands zu fliessen und in Flüsse, die sich in der Nähe befinden.

Die Mine, die von der Eti Silver Corporation betrieben wird, stand schon länger in der Kritik von Umweltschützern, die ein solches Unglück immer befürchtet hatten. Demonstranten hatten heute schon Mauern und Tore zur Mine abgerissen.

Von der Minengesellschaft eingesetzte Arbeiter sollen die Dämme stärken und noch einen Paralleldamm aufbauen, um ein größeres Unglück zu verhindern.

Schlecht wäre jetzt ein Regenguss, da dies den noch verbliebenen Damm ganz aufweichen würde.