UBS zahlt 160 Millionen Dollar Strafe an die USA – wegen Betrug

Das dürfte der altehrwürdigen UBS, die lange als Inbegriff der Seriösität galt, mehr als unangenehm sein: Das Justizministerium in USA veröffentlichte jetzt die Strafzahlung der UBS für Betrügereien rund um kommunale Anleihen. UBS-Mitarbeiter hatten das Bietverfahren um die öffentlichen Anleihen bewußt manipuliert, – zum eigenen Vorteil.

In ähnlicher Angelegenheit hat bereits die Bank of America im Vorjahr 137 Millionen Dollar Strafe zahlen müssen.

Nachgewiesen wurden zahlreiche verbotene Absprachen auf der Bankenseite, – zu Lasten der Kommunen und damit der amerikanischen Steuerzahler. Das Washingtoner Justizministerium gab an, daß die Vorgänge sich größtenteils zwischen 2001 und 2006 ereignet hätten. In jahrelangen Ermittlungen konnte wohl jetzt die Schuld der Bank soweit bewiesen werden, daß diese 160 Millionen US-Dollar, immmerhin rund 107 Millionen Euro als Strafe akzeptiert.

Der geneigte Leser wird sich fragen, inwieweit eine Bank zum Kunden ehrlich ist, wenn Sie zum Staat nachweislich so unehrlich ist, daß sie 160 Millionen Strafe akzeptiert.

Das Vorgehen der UBS hat sicher nicht dazu beigetragen, daß Kundschaft mehr Vertrauen der Bankenwelt entgegenbringt.

Die Zeit, wo der Kunde glaubte, in der Bank sitzen „Berater“, ist wohl vorbei. Dort sitzen „Verkäufer“.