UBS verzockt 2 Milliarden Dollar – Banken handeln wie im Spielcasino

Die Banken haben offensichtlich aus der Lehman-Krise und dem Zusammenbruch des Bankensystems vor 3 Jahren immer noch nichts gelernt. Diesen Schluß muß man ziehen, wenn man die Nachricht des heutigen Tages, daß bei der UBS ein Händler im Alleingang 2 Milliarden US-Dollar verzockt hat, richtig wertet.

Ein Händler der UBS hätte unerlaubte Handelsgesschäfte getätigt (Merkt natürlich auch niemand, geht ja nur um Milliarden…), sodaß für die Bank im dritten Quartal ein enormer Verlust entstehen wird. Kundenpositionen sind nicht betroffen, teilt die UBS vorsorglich mit.

Die UBS-Aktie begann nach der Nachricht natürlich eine Talfahrt sondergleichen und sauste um mehr als 8% nach unten.

Der betroffene UBS-Händler habe wohl aus London agiert und hätte auch kriminelle Energie für sein Handeln eingesetzt. Dennoch muß man sich fragen, was Banken für Sicherheitssysteme und Kontrollsysteme haben, wenn ein einzelner Händler eine Großbank wie die UBS mit ein paar Knopfdrücken um 2 Milliarden Dollar ärmer machen kann. Er könnte mit einem weiteren Knopfdruck die Bank in den Bankrott treiben und das Bankensystem in Europa zugrunde richten.

Wenn das so weiter geht, werden die Taliban zukünftig keine Bomben mehr bauen und werfen, sondern eine Banklehre machen und drücken im entscheidenden Moment bei der Bank auf den 20-Milliarden-Dollar-Verlust-Knopf.

Das ist einfacher, tut nicht weh und ist auch sehr effektiv.