Trichet: EZB ist am Limit – mehr geht nicht mehr

Der scheidende EZB-Präsident Trichet hat nunmehr eingeräumt, daß die EZB am Limit (lateinisch, auf deutsch: „am Ende“, „an der Grenze“) ist. Die Schuldenkrise im Euroraum habe dafür gesorgt, daß die EZB bis zur Grenze gegangen sei. Mehr als jetzt könne die EZB nicht mehr tun. Nunmehr sei die Politik gefordert.

Trichet hat es nicht namentlich genannt, aber vermutlich meint er mit „Grenze“, daß es in der Tat grenzwertig ist, wenn die EZB in den vergangenen Wochen und Monaten durch den Aufkauf von Staatsanleihen schwächeren Staaten bei der Haushaltsfinanzierung geholfen hat. Jetzt wird schlichtweg kein Geld mehr für solche Interventionen da sein, – abgesehen davon, daß es nach den Statuten der EZB ohnehin verboten war.

Trichet wiederholte noch einmal, daß Europa aktuell in der

schlimmsten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg _

stecke. Die „Krise wirkt wie Röntgenstrahlen auf alle entwickelten Volkswirtschaften. Jetzt zeigen sich die Skelette und die Schwachstellen der Skelette. Das gilt für alle von uns, für Japan, die USA, für Europa“