Schuldenabbau in den USA: Super-Komitee scheitert – jetzt kommt der Rasenmäher

In den USA hat man extra ein „Super-Komitee“ ins Leben gerufen, welches Kürzungen im Haushalt vornehmen sollte, um das Haushaltsdefizit zu verringern. Allerdings konnten sich die rivalisierenden Parteien der Demokraten und der Republikaner nicht einigen. Nunmehr drohen automatische gleichmässige Kürzungen nach der „Rasenmäher-Methode“: Überall wird ein gleiches Stück abgeschnitten…

Die Kommission hatte gestern ihr Scheitern offiziell erklärt. Anschließend sind in einer Erstreaktion Aktien- und Edelmetallkurse an den Börsen weltweit eingebrochen.

Das Super-Komitee zum Schuldenabbau aus 12 Personen (sechs Demokraten, sechs Republikaner) hatte eigentlich die Aufgabe, Wege zu finden, wie man in den nächsten 10 Jahren 1,2 Billionen Dollar in den USA einsparen könne. Trotz monatelanger Verhandlungen wurden die Verhandlungen gestern für gescheitert erklärt. Nunmehr muß ab 2013 über alle Haushaltspositionen gleichmässig gespart werden, um dennoch einen Schuldenabbau zu erreichen.

Im Super-Komitee zum Schuldenabbau in den USA gab es vor allen Dingen Streit darum, wo und um wieviel Sozialleistungen gekürzt werden können und wie und um wieviel man vermögenden Personen noch mehr Steuern abnehmen könne. Hier fand man keinen gemeinsamen Nenner.

Die Börsen quittierten es mit Kursrückgängen. Auch der Goldpreis sackte bis auf ca. 1670 US$/oz ab. Clevere Investoren nutzten die Kursdelle zum Aufbau von Positionen, – zwischenzeitlich hat der Goldpreis wieder kräftig zugelegt und notierte am Dienstag morgen bereits wieder bei 1695 US$, respektive 1250 Euro/oz. Durch einen sogenannten „Expiry-Day“, an dem Termine für Papier-Gold-Spekulanten auslaufen, stand der Goldpreis doppelt unter Druck. Analysten rechnen mit deutlichen Anstiegen bis zum Jahresende.