Royal Bank of Scotland verkauft über 900 Pubs an Heineken

Die Royal Bank of Scotland braucht Geld und verkauft nun – nach mehr als 10 Jahren – über 900 Pubs an die niederländische Brauereikette Heineken. Der Außenstehende wird denken, warum muß eine Bank überhaupt über 900 Kneipen im Besitz haben.

Heineken, die ohnehin in Großbritannien schon über 400 Kneipen besitzen, werden mit dem Zukauf von der Royal Bank of Scotland zu einem der größten Pubbesitzer im Königreich.

Die Pubs laufen unter der Firma Scottish & Newcastle Pub Company, einer Tochter der Royal Bank of Scotland.

Die Royal Bank of Scotland mußte in der Finanzkrise zwangsverstaatlicht werden und gehört zu 80% dem britischen Staat.

Kneipenfinanzierungen gelten unter Banken in Deutschland als außerordentlich ungeliebt, weil bei 2 von 4 Finanzierungen der Wirt oft innerhalb der ersten 4 Jahre pleite ist.

Die Royal Bank of Scotland hat wohl auch erkannt, daß der Kneipen-Arm keine „Cash-Cow“ ist.

Man ist doch immer wieder erstaunt, was Banken mit dem Geld der Kunden alles machen. Die Royal Bank of Scotland kauft halt Kneipen 🙂