Razzia bei europäischen Großbanken wegen Zinskartell

Die EU-Kommission hat nach ersten Ermittlungen wohl den Verdacht, daß sich einige europäische Banken wettbewerbswidrig hinsichtlich unerlaubter Zinsabsprachen verhalten haben. Die EU-Kommission hat heute bestätigt, daß in mehreren europäischen Ländern deswegen gestern und heute Hausdurchsuchungen und eine Razzia bei Großbanken stattgefunden haben.

Die britische Nachrichtenagentur Bloomberg will wissen, daß dabei auch die Deutsche Bank gewesen sein soll. Die EU-Kommission hat den Verdacht, daß die Banken versucht haben, den sogenannten Euribor-Zinssatz zu beeinflussen. In der Folge hätten sie so Vorteile im Derivatehandel einstreichen können.

Auch auf Nachfrage nannte die EU-Kommission keine Namen der beteiligten Banken, bestätigte aber die Razzia.

Preisabsprachen zu Lasten von Verbrauchern sind in der EU gesetzlich verboten, – zuletzt mußten dies Kaffee- und Cappuccino-Pulver-Hersteller erfahren, denen jeweils Millionen-Strafen zugeteilt wurden.

Die EU kann im Falle unerlaubter Preisabsprachen Strafen bis zur Höhe von 10% des Jahresumsatzes verhängen.

Zur Original-EU-Meldung geht´s hier: Razzia bei Banken